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Schistosomiasis (Bilharziose): Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (25. Februar 2014)

Bei der Schistosomiasis (Bilharziose) zielt die Therapie darauf ab, die für die Wurmerkrankung verantwortlichen Parasiten (sog. Pärchenegel bzw. Schistosoma) direkt zu bekämpfen. Für diese ursächliche Bilharziose-Behandlung steht der Wirkstoff Praziquantel in Tablettenform zur Verfügung. Dieses Wurmmittel ist gegen alle Schistosomen-Arten wirksam, die Menschen krank machen können (also menschenpathogen sind). Dosierung und Dauer der Behandlung sind je nach Erregertyp unterschiedlich.

Die Schistosomiasis-Therapie mit Praziquantel ist nur mit wenigen Nebenwirkungen verbunden: Es können Schwindel, Benommenheit, Bauchschmerzen, Fieber und selten ein juckender Hautausschlag (Nesselsucht) auftreten. Wenn der Erreger Schistosoma haematobium hinter der Bilharziose steckt, kann zur Behandlung alternativ das Mittel Metrifonat zum Einsatz kommen, während gegen Schistosoma mansoni auch Oxamniquin wirksam ist. In der Regel sind beide Mittel in Deutschland aber nicht erhältlich. In jedem Fall ist es ratsam, den Behandlungserfolg durch mehrere Kontrolluntersuchungen (Stuhl-, Urin- und/oder Blutuntersuchungen, evtl. bildgebende Verfahren) in mehrmonatigem Abstand zu überprüfen.

Es ist ratsam, bei der Schistosomiasis die Therapie mit Praziquantel erst drei Monate nach dem Zeitpunkt der Infektion zu beginnen. Dies hat zwei Gründe: Erstens sind die ursächlichen Parasiten in der Frühphase der Schistosomiasis noch nicht ausgereift – und gegen unreife Würmer wirkt Praziquantel schlecht. Zweitens kann sich Ihr Zustand in der Frühphase der Bilharziose durch die Behandlung mit Praziquantel verschlechtern.

Wenn Sie in diesen ersten drei Monaten ein Katayama-Fieber mit Schüttelfrost, Fieber, Husten und Kopfschmerzen entwickeln, macht die Schistosomiasis eine Therapie in einem Krankenhaus (mit in Tropenmedizin erfahrenen Ärzten) notwendig: Dort erhalten Sie nach Bedarf Medikamente, die auf die Symptome der Wurmerkrankung abzielen (Kortikoide, Antihistaminika). Drei Monate nach der vermuteten Infektion startet dann auch bei Ihnen die ursächliche Bilharziose-Behandlung mit Praziquantel.






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