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Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei der Schistosomiasis (Bilharziose) zielt die Therapie darauf ab, den für die Erkrankung verantwortlichen Parasiten (sog. Schistosomen) direkt zu bekämpfen. Für diese ursächliche Bilharziose-Behandlung steht der Wirkstoff Praziquantel zur Verfügung. Dieses Mittel ist gegen alle Schistosomen-Arten wirksam, die Menschen krank machen können (also menschenpathogen sind). Seine Verabreichung hängt jedoch vom jeweiligen Erregertyp ab, weshalb die Schistosomiasis-Therapie mit Praziquantel nicht immer nach dem gleichen Schema erfolgt: Das Mittel kommt unterschiedlich hoch dosiert und als Einzel- oder Mehrfachdosen in Tablettenform zum Einsatz.
Die ursächliche Bilharziose-Behandlung mit Praziquantel ist nur mit wenigen Nebenwirkungen verbunden: Es können Kopfschmerzen, Bauchschmerzen und selten Fieber auftreten. Ist die Schistosomiasis bei Ihnen auf den Erreger Schistosoma haematobium zurückzuführen, können Sie zur Therapie außerdem Metrifonat erhalten. Gegen den Erreger Schistosoma mansoni ist auch Oxamniquin wirksam. In jedem Fall ist es ratsam, den Behandlungserfolg etwa sechs Monate nach der Bilharziose-Therapie zu überprüfen.
Wenn Sie im Rahmen der Schistosomiasis ein Katayama-Fieber mit Schüttelfrost, Fieber, Husten und Kopfschmerzen entwickeln, ist eine Therapie im Krankenhaus ratsam. Dort erhalten Sie neben der ursächlichen Bilharziose-Behandlung zusätzliche Medikamente ( Kortikoide, Antihistaminika), die auf die Symptome der Wurmerkrankung abzielen.
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