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Schimmelpilzallergie

Schimmelpilzallergie: Therapie

Stand: 31. Januar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei einer Schimmelpilzallergie verspricht eine Therapie in Form einer sogenannten Allergenkarenz den größten Erfolg. Das bedeutet: Meiden Sie den Kontakt zum allergieauslösenden Schimmelpilz nach Möglichkeit vollständig. Dazu gehört bei Schimmelpilzbefall in Ihren Wohnräumen vor allem eine Sanierungsmaßnahme, um das Schimmelpilzvorkommen in Ihrem Zuhause auf ein gesundheitlich unschädliches Niveau herabzusenken.

Die zur erfolgreichen Therapie einer Schimmelpilzallergie nötigen Maßnahmen beinhalten vor allem die Sanierung von Feuchtstellen oder befallenen Klimaanlagen. Mit einer Bürste, Sodalauge und hochprozentigem Essigkonzentrat lassen sich Schimmelpilze entfernen. Chemische Mittel zum Entfernen von Schimmelpilzen wirken nur kurzfristig, zudem sind die Wirkstoffe meist ungesund. Handelt es sich um einen Schaden größeren Ausmaßes, ist es ratsam, auf jeden Fall ein Fachmann (z.B. vom örtlichen Gesundheitsamt) hinzuzuziehen.

Außerdem ist es bei einer Schimmelpilzallergie wichtig, auf die regelmäßige Durchlüftung der Wohnräume vor allem während der Wintermonate zu achten. Lüften Sie unbedingt durch Stoßlüftung bei weit offenem Fenster mindestens drei Minuten lang – und zwar möglichst alle zwei bis vier Stunden. Dabei ist es ratsam, auch in versteckten Winkeln der Wohnung eine Luftzirkulation zu ermöglichen. Stellen Sie sperrige Möbel, die die Luftzufuhr an der Tapete verhindern, bei Schimmelpilzbefall am besten um. Ideal ist eine relative Luftfeuchtigkeit von unter 60 Prozent.

Symptome der Schimmelpilzallergie lassen sich durch Medikamente bekämpfen: Wirksame Mittel sind Antihistaminika und Glukokortikoide. Die eigentliche Ursache der Schimmelpilzallergie können diese Medikamente jedoch nicht beseitigen. Ist der allergieauslösende Stoff (Allergen) bekannt, kann die Therapie gegen die Schimmelpilzallergie auch eine Hyposensibilisierung umfassen. Leichte Hautirritationen können Sie mithilfe spezieller Pflegeprodukte mit Inhaltsstoffen wie Dexpanthenol, Urea, Sanddorn oder Aloe Vera lindern.

Weiterlesen: Schimmelpilzallergie: Verlauf

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