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Veröffentlicht von: Dr. med. Fabian WeilandMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) bildet die Schilddrüse zu wenig Schilddrüsenhormone. Frauen sind häufiger von der recht weit verbreiteten Hypothyreose betroffen als Männer. In den meisten Fällen führt eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse zu der Schilddrüsenunterfunktion (chronische Schilddrüsenentzündung Hashimoto). Die Symptome einer Hypothyreose sind vielfältig – Müdigkeit, Leistungsknick und Veränderungen an Haut und Haaren stehen im Vordergrund.
Die Schilddrüse ist ein schmetterlingsförmiges Organ unterhalb des Kehlkopfs, das zwei Schilddrüsenhormone produziert: Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3). Sie beeinflussen unterschiedliche Stoffwechselvorgänge des Körpers. Bei einem Mangel an Schilddrüsenhormonen arbeitet der Stoffwechsel langsamer und die Leistungsfähigkeit nimmt ab. Bei Erwachsenen kommt es durch die Schilddrüsenunterfunktion zum Beispiel zu Müdigkeit, Gewichtszunahme, verlangsamtem Puls (Bradykardie), Kälteempfindlichkeit, trockener Haut und Antriebsarmut.
Eine Schilddrüsenunterfunktion kann angeboren sein oder sich im Laufe des Lebens entwickeln (sog. erworbene Unterfunktion der Schilddrüse). Weiterhin unterscheidet man eine weniger schwach ausgeprägte (latente) von einer ausgeprägten (manifesten) Form der Hypothyreose. Unbehandelt behindert eine angeborene Schilddrüsenunterfunktion die geistige und körperliche Entwicklung des Neugeborenen beziehungsweise Kindes und führt im Extremfall zum sogenannten Kretinismus. Aufgrund einer gesetzlich vorgeschriebenen Reihenuntersuchung (Screening) aller Neugeborenen kommt dies in Deutschland (und anderen medizinisch gut versorgten Ländern) heutzutage nur noch äußerst selten vor, da sich der Diagnose der Hypothyreose direkt eine Behandlung anschließt.
| Häufigste Ursache für eine erworbene Unterfunktion der Schilddrüse ist die Zerstörung oder der Verlust des Schilddrüsengewebes, etwa durch eine Autoimmunerkrankung, bei der Abwehrzellen das Gewebe der Schilddrüse angreifen (Hashimoto-Thyreoiditis) und so eine Hypothyreose verursachen. |
Um eine Schilddrüsenunterfunktion festzustellen, fragt der Arzt den Betroffenen nach seinen Beschwerden und seiner medizinischen Vorgeschichte (Anamnese) und untersucht ihn körperlich, indem er zum Beispiel die Schilddrüse abtastet. Zudem wird die Konzentration der Schilddrüsenhormone im Blut bestimmt und das Organ mit Ultraschall untersucht.
Die Therapie einer Hypothyreose erfolgt durch Medikamente (L-Thyroxin, Levothyroxin), die den Mangel an Hormonen ausgleichen. Nehmen Betroffene die Medikamente in korrekter Dosierung regelmäßig ein, bleiben sie genauso leistungsfähig wie Personen mit einer gesunden Schilddrüse. Auch die Lebenserwartung wird durch eine Schilddrüsenunterfunktion nicht beeinträchtigt.
Weiterlesen: Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose): Definition
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