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Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)

Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose): Ursachen

Stand: 3. März 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) kann vielfältige Ursachen haben. Ist die Funktion der Schilddrüse selbst gestört, spricht man von einer primären Hypothyreose. Sie ist die mit Abstand häufigste Form der Schilddrüsenunterfunktion. Bei der seltenen sekundären Hypothyreose schüttet die Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) – das Steuerungszentrum vieler Drüsen – zu wenige Hormone aus, sodass die Schilddrüse nicht stimuliert wird.

Äußerst selten ist die Funktion des sogenannten Hypothalamus gestört. Der Hypothalamus ist ein Teil des Zwischenhirns und steuert die Hirnanhangsdrüse als übergeordnetes Zentrum. Die wissenschaftliche Bezeichnung für eine Schilddrüsenunterfunktion, die durch Störungen im Hypothalamus entsteht, lautet tertiäre Hypothyreose.

Primäre Hypothyreose

Wenn ein Defekt der Schilddrüse zu einer Schilddrüsenunterfunktion führt, handelt es sich um eine primäre Hypothyreose. Die Ursache liegt im Organ selbst.

Eine Schilddrüsenunterfunktion kann angeboren sein, zum Beispiel wenn die Schilddrüse komplett fehlt oder zu klein ist. Eine angeborene Schilddrüsenunterfunktion kann auch infolge einer genetisch bedingten Störung der Jodverwertung auftreten, das heißt, dem Körper steht genügend Jod zur Verfügung, er kann es jedoch nicht in die Schilddrüsenhormone einbauen.

Wesentlich häufiger wird die Schilddrüsenunterfunktion aber im Lauf des Lebens erworben. Meist liegen als Ursachen ein Verlust oder eine Zerstörung von ursprünglich funktionsfähigem Schilddrüsengewebe zugrunde, zum Beispiel nach:

Eine Radiojodtherapie wird zur Behandlung einer Schilddrüsenüberfunktion eingesetzt. Mittels radioaktiver Strahlung wird übermäßig hormonproduzierendes Gewebe zerstört. In manchen Fällen führt dies zu einer Schilddrüsenunterfunktion.

Eine Schilddrüsenunterfunktion kann in seltenen Fällen auch durch einen extremen Mangel an dem lebenswichtigen (essenziellen) Spurenelement Jod bedingt sein. Dies wird dadurch begünstigt, dass in Deutschland einige Regionen zu den Jodmangelgebieten zählen.

Sekundäre Hypothyreose

Eine sekundäre Hypothyreose liegt vor, wenn es aufgrund von Störungen der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse), zum Beispiel durch Tumoren, zu einer Fehlversorgung der Schilddrüse mit dem Thyreoidea-stimulierendem-Hormon (TSH) kommt. Die Schilddrüse selbst ist dabei völlig in Takt. Diese Form der Schilddrüsenunterfunktion ist sehr selten.

Tertiäre Hypothyreose

Bei der tertiären Hypothyreose liegt eine Störung des Hypothalamus vor, sodass nicht genügend Thyreotropin-Releasing-Hormone (TRH) produziert werden. Dadurch ist der Regelkreis zwischen Gehirn und Schilddrüse unterbrochen und die Schilddrüse wird nicht angeregt, Schilddrüsenhormone zu produzieren. Als Ursachen kommen Anlagedefekte, Tumoren oder Entzündungen infrage. Diese Störung kommt sehr selten vor.

Weiterlesen: Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose): Symptome

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