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Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)

Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose): Therapie

Stand: 3. März 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion erfolgt die Therapie durch die Einnahme von Medikamenten. Sie ersetzen die fehlenden Schilddrüsenhormone Thyroxin (T4; Tetrajodthyronin) und Trijodthyronin (T3). Die jodhaltigen Schilddrüsenhormone T3 und T4 regen unter anderem den Zellstoffwechsel an und sind für ein normales Körperwachstum notwendig. Ein Wirkstoff, der bei einer Schilddrüsenunterfunktion häufig zur Behandlung eingesetzt wird, ist Levothyroxin (L-Thyroxin). Das eigentlich wirksame Hormon ist Trijodthyronin – es entsteht im Blut aus L-Thyroxin, von dem ein Jodatom abgespalten wird.

Besteht eine angeborene Schilddrüsenunterfunktion, müssen die fehlenden Hormone umgehend ersetzt werden, damit die Entwicklung des Gehirns und anderer Organe nicht beeinträchtigt wird. Dank des Neugeborenen-Screenings erkennen Ärzte die angeborenen Formen der Schilddrüsenunterfunktion heute in den ersten Tagen nach der Geburt, sodass die Behandlung umgehend beginnen kann. Betroffene müssen die Hormone lebenslang regelmäßig einnehmen.

Erwachsene mit einer ausgeprägten (manifesten) Hypothyreose müssen regelmäßig und dauerhaft Schilddrüsenhormone einnehmen, um eine ausreichende Konzentration zu erreichen. Wer Medikamente gegen seine Schilddrüsenunterfunktion einnimmt, muss während der Behandlung in regelmäßigen Abständen seinen Hormonstatus mittels einer Blutuntersuchung überprüfen lassen. Nebenwirkungen treten bei korrekter Dosierung nicht auf.

Wichtig: Personen mit einer schweren Hypothyreose sollten die Therapie langsam und mit einer geringen Dosierung beginnen. Generell gilt, dass die Behandlung mit niedriger Dosis beginnt, die dann langsam gesteigert wird.

In seltenen Fällen kann sich eine Schilddrüsenunterfunktion bis zum sogenannten Myxödemkoma ausweiten, wenn eine Behandlung ausbleibt der Hypothyreose unterbleibt. Dann ist intensivmedizinische Hilfe notwendig: Der Betroffene muss bei der Atmung unterstützt werden und erhält unter anderem Wirkstoffe wie L-Thyroxin und Steroidhormone (Glukokortikoide).

Weiterlesen: Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose): Verlauf

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