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Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)

Anatomie der Schilddrüse

Stand: 3. März 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Im medizinischen Sprachgebrauch bezeichnet man die Schilddrüse als Glandula thyroidea (lat. glandula = Drüse und griech. thyreos = Türstein, Schild).

Aufbau der Schilddrüse
Die Schilddrüse liegt unterhalb des Kehlkopfs.
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Sie hat einen schmetterlingförmigen Aufbau und ist mit einem durchschnittlichen Gewicht von 25 bis 30 Gramm die größte Hormondrüse des Menschen. Sie besteht aus zwei Seitenlappen, die über den Schilddrüsenmittellappen (sog. Schilddrüsen-Isthmus) miteinander verbunden sind. Die Schilddrüse liegt im vorderen Halsbereich unterhalb des Kehlkopfs. Die Schilddrüsenlappen befinden sich hauptsächlich seitlich der Luftröhre.

Die Schilddrüse ist eine hormonbildende Drüse. Aus der körpereigenen Aminosäure Tyrosin und Jod bildet sie die Schilddrüsenhormone Thyroxin (T4; Tetrajodthyronin) und Trijodthyronin (T3). Die Schilddrüsenhormone beeinflussen nahezu alle Stoffwechselvorgänge des Menschen. Sie sind wichtig für die körperliche Entwicklung, das Knochenwachstum, die Muskulatur und den Energiestoffwechsel. Ferner stellt die Schilddrüsen das Hormon Calcitonin her – es ist an der Regulation des Kalziumstoffwechsels beteiligt.

Jod ist ein lebensnotwendiges Spurenelement und muss mit der Nahrung aufgenommen werden. Der tägliche Jodbedarf liegt bei 200 Mikrogramm. Durch regelmäßigen Fischverzehr und jodierte Speisesalze lässt sich der tägliche Jodbedarf leicht decken. Jod gelangt aus dem Magen-Darm-Trakt mit dem Blut in die Schilddrüse und wird dort nach mehreren Zwischenschritten in die Schilddrüsenhormone eingebaut. Die Hormone werden dann an das Blut abgegeben.

Übergeordnete Zentren im Gehirn, der Hypothalamus und die Hirnanhangsdrüse (Hypophyse), steuern die Bildung der Schilddrüsenhormone. Sinkt der Schilddrüsenhormonspiegel im Blut, werden im Gehirn Hormone (Thyreotropin-Releasing-Hormon, kurz TRH, und Thyreoidea-stimulierendes-Hormon, kurz TSH) freigesetzt, die über das Blut die Schilddrüse erreichen und dort die Produktion von Schilddrüsenhormonen anregen.

Normwerte der Schilddrüsenhormone

Bezeichnung Abkürzung Unterer Normwert Oberer Normwert
Freies Trijodthyronin fT3 2,2 pg/ml 5,5 pg/ml
Freies Thyroxin fT4 0,6 ng/dl 1,8 ng/dl
Thyreoidea-stimulierendes-Hormon TSH 0,4 mU/l 2,5 mU/l

pg =Pikogramm (10 -12 Gramm, 1 Billionstel Gramm)
ng = Nanogramm (10 -9 Gramm, 1 Milliardstel Gramm)
U = Milli-Units (tausendstel Einheiten)
ml = Milliliter
dl = Deziliter
l = Liter

Weiterlesen: Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose): Ursachen

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