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Schilddrüsenunter­funktion (Hypothyreose): Symptome

Veröffentlicht von: Dr. med. Fabian Weiland (30. Juli 2013)

Die bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) auftretenden Symptome sind je nach Alter des Betroffenen sehr unterschiedlich.

Erwachsene

Im Erwachsenenalter entwickelt sich eine Schilddrüsenunterfunktion meist schleichend. Symptome treten in der Regel erst bei einer stärkeren Unterfunktion auf; anfangs bemerkt der Betroffene meist keine oder kaum Beschwerden. Für eine Hypothyreose typische Symptome sind:

Gerade bei älteren Menschen mit einer Schilddrüsenunterfunktion sind häufig nur einige dieser Symptome vorhanden. Leichte Formen einer Hypothyreose werden daher oft übersehen. Bei alten Menschen sollte eine Schilddrüsenunterfunktion mit Labortests (TSH-Wert) ausgeschlossen werden, wenn ihr körperlicher und geistiger Zustand nicht ihrem Alter entspricht oder wenn Depressionen und Gedächtnisstörungen auftreten.

Als Folge einer vermehrten Einlagerung bestimmter Substanzen (Eiweiß-Zucker-Säure-Verbindungen) in das Unterhautfettgewebe ist die Haut bei Menschen mit Hypothyreose häufig teigig aufgetrieben (sog. Myxödem). Die Symptome zeigen sich oft in der Region um die Augen und an den Handrücken. Durch Myxödeme der Stimmbänder und der Zunge kann die Stimme rau und verwaschen klingen.

Eine sehr seltene, schwere Ausprägung des Myxödems ist das Myxödemkoma. Es kann entstehen, wenn eine Hypothyreose lange Zeit unzureichend behandelt wird oder nicht erkannt wird und weitere Faktoren hinzukommen, die den Patienten schwächen (z.B. Infektion, Operation). Symptome des Myxödemkomas sind Schwäche, Reglosigkeit, niedriger Blutdruck (Hypotonie), stark erniedrigte Körpertemperatur sowie eine verlangsamte oder zu oberflächliche Atmung (Hypoventilation). Betroffene müssen intensivmedizinisch behandelt werden.

Kinder

Kinder, deren Schilddrüsenunterfunktion nicht behandelt wird, können folgende Symptome entwickeln:

Neugeborene

Infolge einer nicht behandelten Schilddrüsenunterfunktion verzögert sich sowohl die körperliche als auch die geistige Entwicklung. In Deutschland gibt es eine gesetzlich vorgeschriebene Reihenuntersuchung (Screening) aller Neugeborenen auf eine Schilddrüsenunterfunktion. Wird sie festgestellt, erfolgt im direkten Anschluss eine Therapie mit Tabletten.

Neugeborene mit Hypothyreose weisen nach der Geburt folgende Symptome auf:

  • Sie trinken wenig (Trinkfaulheit).
  • Sie leiden unter Verstopfung (Obstipation).
  • Sie bewegen sich wenig (Bewegungsarmut).
  • Ihre Haut bleibt länger gelb gefärbt (sog. Icterus prolongatus; verlängerter Neugeborenenikterus).

Die fehlenden Schilddrüsenhormone werden durch Tabletten ersetzt, um die Schilddrüsenunterfunktion auszugleichen. Die Symptome verschwinden in der Regel nach einigen Monaten der Tabletteneinnahme. Die Medikamente müssen jedoch lebenslang eingenommen werden, um den Hormonspiegel im Gleichgewicht zu halten.






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