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Schilddrüsenunter­funktion (Hypothyreose): Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (24. März 2016)

Bei einer angeborenen Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) wird die Diagnose dank einer gesetzlichen Bestimmung heutzutage meist sehr früh gestellt: Bei jedem Neugeborenen untersucht ein Arzt zwischen dem dritten und fünften Lebenstag anhand einiger Tropfen Blut aus der Ferse die Schilddrüsenfunktion (sog. Neugeborenen-Screening). Hierbei bestimmt er den Wert des Hormons TSH, dem Thyroidea-stimulierenden Hormon. Es wird von der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) gebildet und ist wichtiger Teil des Regelkreises zwischen Gehirn und Schilddrüse.

Besteht im Jugend- und Erwachsenenalter der Verdacht auf eine Unterfunktion der Schilddrüse, müssen die Schilddrüsenhormone im Blut bestimmt werden, die sogenannten Schilddrüsenwerte.

Ein normaler TSH-Wert schließt Störungen der Schilddrüse (primäre Hypothyreose) aus. Ein erniedrigter Wert des freien Thyroxin (fT4) bestätigt eine Schilddrüsenunterfunktion. Die Höhe der Konzentration des Schilddrüsenhormons T4 steht bei der Diagnose eher im Hintergrund, da der Wert erst bei einer weit fortgeschrittenen Hypothyreose abnimmt.

Da oft eine Entzündung der Schilddrüse, die sogenannte Hashimoto-Thyreoiditis, Ursache einer Unterfunktion der Schilddrüse ist, sollte eine Blutprobe auf das Vorhandensein spezieller Antikörper untersucht werden. Sie entstehen im Rahmen dieser Autoimmunerkrankung und heißen TPO-Antikörper und Thyreoglobulin-Antikörper. Sie greifen gesundes körpereigenes Gewebe an, das daraufhin seine Funktion einbüßt.

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion müsste der TSH-Wert erhöht sein, wogegen er bei einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) erniedrigt wäre.

Als sekundäre Hypothyreose bezeichnet man eine Unterfunktion der Schilddrüse aufgrund von Störungen der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse). Es entsteht ein Mangel an TSH. TSH regt die Schilddrüse normalerweise dazu an, Schilddrüsenhormone zu produzieren – fehlt TSH, resultiert eine Schilddrüsenunterfunktion. Zur Diagnose einer sekundären und tertiären Hypothyreose müssen sowohl das Thyreotropin-Releasing-Hormon (TRH) als auch das TSH bestimmt werden.

Mithilfe einer Ultraschalluntersuchung (Sonographie) untersucht der Arzt zusätzlich die Beschaffenheit der Schilddrüse und sieht nach, ob Knoten vorliegen. Aussagen über die Funktionstüchtigkeit der Schilddrüse können auf diesem Wege allerdings nicht getroffen werden.

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