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Schilddrüsen­überfunktion (Hyperthyreose)

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (16. September 2015)

© Jupiterimages/iStockphoto

Bei einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) bildet die Schilddrüse mehr Hormone, als der Körper benötigt. Diese Überversorgung des Körpers mit Schilddrüsenhormonen kurbelt die Stoffwechselvorgänge an – und das hat weitreichende Folgen.

Die mit einer Schilddrüsenüberfunktion verbundenen Symptome sind äußerst vielfältig. Der Grund: Die von der Schilddrüse gebildeten Schilddrüsenhormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3) greifen in alle Stoffwechselvorgänge des Körpers ein. Allgemeine Anzeichen einer Hyperthyreose sind unter anderem:

Darüber hinaus wirkt sich eine Schilddrüsenüberfunktion auf einzelne Organsysteme aus. So arbeitet etwa das Herz-Kreislauf-System bei einer Überfunktion der Schilddrüse beschleunigt, weil die Schilddrüsenhormone den Körper für die Wirkung von Stresshormonen (z.B. Adrenalin, Noradrenalin) empfindlich machen. Zu den möglichen Auswirkungen gehören Bluthochdruck und Herzrasen.

Eine Schilddrüsenüberfunktion kann ein Anzeichen für verschiedene andere Erkrankungen sein. Demnach können je nach Ursache der Hyperthyreose weitere Symptome hinzukommen. Die häufigsten Ursachen sind:

Um eine Schilddrüsenüberfunktion zu diagnostizieren, bestimmt der Arzt die Konzentration der Schilddrüsenhormone im Blut (z.B. TSH-Wert). Außerdem ist es bei einer Hyperthyreose sinnvoll, nach bestimmten Antikörpern zu suchen, die für eine Autoimmunerkrankung und die basedowsche Krankheit sprechen. Der Arzt macht eine Ultraschalluntersuchung und ordnet meist auch eine spezielle nuklearmedizinische Untersuchung an: die Szintigraphie.

Video: Schilddrüsenerkrankung

Die bei einer Schilddrüsenüberfunktion eingesetzte Behandlung zielt darauf ab, die Bildung von Schilddrüsenhormonen durch Medikamente zu hemmen. Gängige Wirkstoffe sind zum Beispiel Thiamazol und Carbimazol. Außerdem kann man bei einer Hyperthyreose durch eine Schilddrüsenoperation oder Radiojodtherapie funktionsfähiges Schilddrüsengewebe entfernen, um die Hormonproduktion zu verringern. Bleibt nach der Operation oder Radiojodtherapie zu wenig Schilddrüsengewebe übrig, kann eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) die Folge sein. In diesem Fall ist es notwendig, die fehlenden Hormone zu ersetzen (Hormonersatztherapie).

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