Schilddrüsenkrebs (Schilddrüsen­karzinom): Ursachen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (10. Dezember 2014)

Wie bei vielen Erkrankungen sind auch bei Schilddrüsenkrebs (Schilddrüsenkarzinom) die Ursachen noch nicht restlos aufgeklärt. Es sind jedoch einige Faktoren bekannt, die eine Entstehung von Schilddrüsenkrebs begünstigen: In Gebieten mit Jodmangel ist das Risiko, an einem Schilddrüsenkarzinom zu erkranken, regelmäßig erhöht.

Auch ionisierende Strahlen können an der Entwicklung von Schilddrüsenkarzinomen beteiligt sein. Deshalb erkranken zum Beispiel Menschen – insbesondere Kinder – die aufgrund einer Reaktorkatastrophe einer erhöhten Strahlendosis ausgesetzt waren, vermehrt an Schilddrüsenkrebs.

Als Vorerkrankungen mit einem erhöhten Risiko für Schilddrüsenkrebs gelten Kropferkrankungen (sog. Struma) – vor allem für Personen unter 50 Jahren – und gutartige Adenome der Schilddrüse.

Darüber hinaus kann die Veranlagung, an Schilddrüsenkrebs zu erkranken, erblich bedingt sein. Insbesondere das medulläre Schilddrüsenkarzinom kommt im Rahmen des sogenannten MEN-Syndroms II in manchen Familien deshalb gehäuft vor. MEN steht für "multiple endokrine Neoplasien". Bei dem Syndrom erkranken meist junge Erwachsene an mehreren Tumoren verschiedener Hormondrüsen. So sind neben medullären Schilddrüsenkarzinomen oft zusätzlich Tumoren der Nebenniere und der Nebenschilddrüse vorhanden. Bei Personen mit dieser Erkrankung sollte die gesamte Familie auf den zugrunde liegenden Gen-Defekt auf dem Chromosom 11 untersucht werden und regelmäßig an Früherkennungs-Untersuchungen teilnehmen.


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