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Schilddrüsenkrebs (Schilddrüsen­karzinom): Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (10. Dezember 2014)

Schilddrüsenkrebs (Schilddrüsenkarzinom) ist ein bösartiger Tumor, der von den Zellen der Schilddrüse ausgeht. Je nachdem, aus welchen Zellen der Schilddrüsenkrebs entstanden ist, unterscheidet man mehrere Arten von Schilddrüsenkarzinomen:

  • Follikuläres Karzinom
  • Papilläres Karzinom
  • Medulläres Karzinom, auch C-Zell-Karzinom genannt
  • Anaplastisches Karzinom

Anatomie

Die Schilddrüse wiegt zwischen 15 und 25 Gramm. Sie besteht aus zwei Seitenlappen, die über den Schilddrüsenmittellappen (sog. Schilddrüsen-Isthmus) miteinander verbunden sind. Die Schilddrüse liegt mittig im vorderen Halsbereich unterhalb des Kehlkopfs. Mit ihren Seitenlappen liegt sie der Luft- und Speiseröhre seitlich an.

Die Schilddrüse bildet wichtige Hormone. Die Drüsenzellen produzieren und speichern die Schilddrüsenhormone Thyroxin (T4) und Triiodthyronin (T3) und geben sie ins Blut ab. T4 und T3 steuern – im Zusammenspiel mit vielen anderen Botenstoffen – den Energiehaushalt und beeinflussen Körperfunktionen (z.B. die Herzfrequenz). In der Schilddrüse kommen außerdem sogenannte C-Zellen vor. Sie produzieren keine Schilddrüsenhormone sondern Kalzitonin, ein Hormon, das den Calcium- und Phosphatspiegel im Blut reguliert.

Häufigkeit

In Deutschland erkranken jährlich schätzungsweise 5.900 Menschen an einem Schilddrüsenkarzinom. Schilddrüsenkrebs gehört damit zu den seltenen Krebserkrankungen. Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei Frauen um das 52., bei Männern um das 56. Lebensjahr. Vereinzelt kann Schilddrüsenkrebs aber auch schon in jüngeren Jahren auftreten, vor allem bei Frauen.






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