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Schilddrüsen­entzündung (Thyreoiditis): Hashimoto-Thyreoiditis

Veröffentlicht von: Silke Wesemann (11. Februar 2014)

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine chronische Schilddrüsenentzündung, deren genaue Ursachen unbekannt sind. Fest steht jedoch, dass die Hashimoto-Thyreoiditis eine Autoimmunerkrankung ist:

Bei Autoimmunerkrankungen bildet das Immunsystem ohne klar erkennbare äußere Ursachen Antikörper (Autoantikörper) und mitunter spezielle Abwehrzellen (sog. Lymphozyten), die körpereigenes Gewebe angreifen, schädigen und zerstören. Im Fall der Hashimoto-Thyreoiditis richten sich die Autoantikörper gegen das Gewebe der Schilddrüse. Mediziner bezeichnen diese Form der chronischen Schilddrüsenentzündung daher auch als Autoimmunthyreoiditis oder – aufgrund der Beteiligung der Lymphozyten – als chronisch-lymphozytäre Thyreoiditis.

Möglicherweise bilden sich die Autoantikörper im Anschluss an eine Infektion mit Viren oder Bakterien oder im Zusammenhang mit einer Hepatitis C. Auch erbliche Faktoren scheinen bei der Hashimoto-Thyreoiditis als Ursachen eine Rolle zu spielen: Die Hashimoto-Schilddrüsenentzündung tritt gehäuft innerhalb einer Familie auf und die Betroffenen haben manchmal gleichzeitig weitere Autoimmunerkrankungen.

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist die mit Abstand häufigste Schilddrüsenentzündung: Etwa jeder 10. bis 20. Mensch (entspricht 5-10%) ist betroffen – Frauen etwa neunmal häufiger als Männer –, wobei die meisten Betroffenen 30 bis 60 Jahre alt sind. Im Verlauf einer Hashimoto-Thyreoiditis kann eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) entstehen: Die Hashimoto-Thyreoiditis ist die häufigste Ursache für Schilddrüsenunterfunktionen.






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