Startseite > Krankheiten > Schilddrüsenentzündung (Thyreoiditis) > Therapie
Stand: 30. April 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Die chronische Schilddrüsenentzündung tritt meist als Hashimoto-Thyreoiditis (bzw. Autoimmunthyreoiditis) auf. In Einzelfällen heilt diese chronische Form der Schilddrüsenentzündung ohne Therapie (also spontan) ab. In der Regel ist aber eine Behandlung nötig.
Da die chronische Schilddrüsenentzündung vom Typ Hashimoto nicht ursächlich behandelbar ist, kommen zur Therapie Medikamente zum Einsatz, welche die Beschwerden lindern. Verursacht die Hashimoto-Thyreoiditis stärkere Schmerzen, kann eine kurzfristige Therapie mit Glukokortikoiden helfen; als Basisbehandlung sind diese Mittel jedoch nicht sinnvoll. Stattdessen besteht die Behandlung der Hashimoto-Thyreoiditis darin, die Hypothyreose mit einer lebenslangen, regelmäßigen Hormonersatztherapie mit dem Wirkstoff Levothyroxin (L-Thyroxin) auszugleichen.
Bei der Hormonersatztherapie der Hashimoto-Thyreoiditis sind während der Schwangerschaft einige Besonderheiten zu beachten: Die Hashimoto-Schilddrüsenentzündung erhöht das Risiko für eine Fehlgeburt etwa um das 3-Fache. Da schwangere Frauen mehr Schilddrüsenhormone benötigen, ist es ratsam, die Hormondosis zu erhöhen. Und auch, wenn sich noch keine Schilddrüsenunterfunktion infolge der Hashimoto-Thyreoiditis gebildet hat, ist für Schwangere eine Therapie mit Levothyroxin dann sinnvoll, wenn in ihrem im Blut gegen Schilddrüsengewebe gerichtete Antikörper zu finden sind.
Selten besteht bei der Hashimoto-Thyreoiditis die Therapie darin, die Schilddrüse operativ zu entfernen. Die chronische Schilddrüsenentzündung vom Typ Hashimoto macht diese Operation dann notwendig, wenn eine stark vergrößerte Schilddrüse zunehmend eine mechanische Beeinträchtigung bedeutet und zu erheblichen Schluckbeschwerden oder bleibender Heiserkeit führt.
Selten tritt die chronische Schilddrüsenentzündung als fibrosierende Thyreoiditis (bzw. Riedel-Struma) auf. In dem Fall ist oft keine Therapie nötig, da das Riedel-Struma oft von selbst (spontan) zum Stillstand kommt. Bei starken Beschwerden kann es jedoch nötig sein, die Schilddrüse in einer Operation zu entfernen.
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