Schilddrüsen­entzündung (Thyreoiditis): Chronische Schilddrüsenentzündung

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (11. Februar 2014)

Hashimoto-Thyreoiditis

Die chronische Schilddrüsenentzündung tritt fast immer als Hashimoto-Thyreoiditis (Autoimmunthyreoiditis) auf. Die Schilddrüsenentzündung vom Typ Hashimoto beginnt meist ohne klare Symptome – mitunter bemerken die Betroffenen ihre Schilddrüsenerkrankung mehrere Jahre nicht. Beschwerden treten typischerweise erst dann auf, wenn die Entzündung nach längerem Bestehen zu einer Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose) geführt hat.

Dann verursacht die Hashimoto-Thyreoiditis die klassischen Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion wie:

Zu Beginn kann als Reaktion auf die chronische Schilddrüsenentzündung auch eine leichte Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) auftreten. Dann zeigt die Hashimoto-Thyreoiditis eher Symptome wie Gewichtsverlust, Nervosität, vermehrtes Schwitzen und Herzklopfen.

In manchen Fällen kommt es durch die Hashimoto-Thyreoiditis zu einer langsam zunehmenden Schwellung am Hals und leichten Schmerzen. In anderen Fällen verliert die Schilddrüse eher an Größe. In etwa 20 Prozent der Fälle verursacht die chronische Schilddrüsenentzündung in Form der Hashimoto-Thyreoiditis auch so schwere Symptome, dass die Betroffenen berufsunfähig sind.

Riedel-Struma

Sehr selten tritt die chronische Schilddrüsenentzündung als fibrosierende Thyreoiditis auf, die man – nach dem deutschen Chirurgen Bernhard Riedel (1846-1916) – auch Riedel-Struma nennt. Auffällige Symptome beim Riedel-Struma sind eine extrem verhärtete Schilddrüse und (dadurch bedingt) Schluckbeschwerden, Druckgefühl im Hals sowie eine eingeengte Luftröhre.

Warum diese chronische Schilddrüsenentzündung entsteht, ist bisher unbekannt. Die Symptome für das Riedel-Struma finden sich vor allem bei Frauen im mittleren Lebensalter.


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