Schilddrüsen­entzündung (Thyreoiditis): Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (11. Februar 2014)

Akute Schilddrüsenentzündung

Bei einer akuten Schilddrüsenentzündung (Thyreoiditis) ist eine erste Diagnose bereits anhand der geschilderten Beschwerden möglich – vor allem, wenn sie im Zusammenhang mit einer vorangegangenen bakteriellen Infektion auftreten. Typisch für die akute Schilddrüsenentzündung ist eine vergrößerte Schilddrüse, was der Arzt bei der körperlichen Untersuchung ertasten kann. Außerdem kann die akute Entzündung der Schilddrüse zu erhöhten Entzündungszeichen im Blut führen: Daher ergibt die Blutuntersuchung in der Regel eine erhöhte Konzentration von weißen Blutkörperchen (Leukozytose) und eine beschleunigte Blutsenkung (BSG = Blutkörperchen-Senkungsgeschwindigkeit) als allgemeine Zeichen einer Entzündungsreaktion im Körper.

Um die akute Schilddrüsenentzündung von anderen Erkrankungen der Schilddrüse abgrenzen zu können, bietet sich zur Diagnose eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie) an. Darüber hinaus ist es möglich, eitrige Abszesse, die sich möglicherweise als Folge einer bakteriellen Infektion gebildet haben, darzustellen.

Subakute Thyreoiditis

Bei Verdacht auf eine subakute Schilddrüsenentzündung (Thyreoiditis) sind zur Diagnose ebenfalls eine Blutuntersuchung und eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie) hilfreich: In der Regel führt die subakute Thyreoiditis nur zu einer gering erhöhten Konzentration von weißen Blutkörperchen und einer deutlich erhöhten Blutsenkung (BSG = Blutkörperchen-Senkungsgeschwindigkeit). Häufig sind bei einer subakut entzündeten Schilddrüse auch Schilddrüsenantikörper im Blut zu finden (deren Mengen jedoch wesentlich niedriger ausfallen als bei der chronisch verlaufenden Hashimoto-Thyreoiditis). Im Ultraschall kann der Arzt andere Erkrankungen ausschließen.

Um die subakute Schilddrüsenentzündung zu bestätigen, ist zur Diagnose eine sogenannte Feinnadelbiopsie geeignet. Dabei entnimmt der Arzt Gewebe aus der Schilddrüse und untersucht die Gewebeprobe feingeweblich (histologisch) auf Veränderungen: Die subakute Thyreoiditis ist durch eine starke Entzündungsreaktion im Schilddrüsengewebe gekennzeichnet, bei der sich kleine Knötchen bilden (Granulome). Diese sind bei der feingeweblichen Untersuchung zu erkennen.

Dass eine subakute Thyreoiditis vorliegt, kann ein weiteres bildgebendes Diagnose-Verfahren – die Szintigraphie – bekräftigen. Hierbei bekommt man eine radioaktiv markierte Substanz in die Vene gespritzt, die sich in der Schilddrüse anreichert, was eine spezielle Kamera sichtbar macht. Da gesundes und krankes Schilddrüsengewebe die Substanz unterschiedlich stark aufnehmen, kann der Arzt Gebiete mit gesteigerter Hormonproduktion (heiße Knoten) von solchen mit normaler, niedriger oder fehlender Produktion (kalte Knoten) unterscheiden.


Wie steht es um Ihre Gesundheit?



Apotheken-Notdienst