Schilddrüsen­entzündung (Thyreoiditis): Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (11. Februar 2014)

Eine Schilddrüsenentzündung oder Thyreoiditis ist eine auf einen bestimmten Bereich beschränkte (bzw. herdförmige) oder verteilt auftretende (bzw. diffuse) Entzündung des Schilddrüsengewebes. Schilddrüsenentzündungen können akut, subakut oder chronisch verlaufen, wobei jede Form unterschiedliche Ursachen hat und ein eigenständiges Krankheitsbild darstellt.

Die Bezeichnung Thyreoiditis für die Schilddrüsenentzündung leitet sich vom lateinisch-griechischen Begriff für die Schilddrüse ab: Glandula thyreoidea (lat. glandula = Drüse, griech. thyrós = viereckiger Schild bzw. thýra = Tür). Die deutsche Bezeichnung Schilddrüse ergibt sich daraus, dass das Organ nahe am sogenannten Schildknorpel des Kehlkopfs liegt.

Häufigkeit

Die einzelnen Formen der Schilddrüsenentzündung (Thyreoiditis) treten mit unterschiedlicher Häufigkeit auf: Die subakute Entzündung der Schilddrüse ist recht selten und betrifft fünfmal mehr Frauen als Männer. Sie tritt überwiegend zwischen dem 20. und 50. Lebensjahr auf.

Die häufigste aller Schilddrüsenentzündungen ist die Hashimoto-Thyreoiditis (auch Autoimmunthyreoiditis genannt): Ihre Häufigkeit beträgt 80 Prozent. Meist tritt die Hashimoto-Thyreoiditis zwischen dem 30. und 60. Lebensjahr auf. Frauen sind etwa 9-mal öfter betroffen als Männer.

Verglichen mit anderen Erkrankungen der Schilddrüse hat die Schilddrüsenentzündung eine eher geringe Häufigkeit: Bei etwa ein bis drei Prozent aller Schilddrüsenerkrankungen handelt es sich um eine Thyreoiditis.


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