Schielen (Strabismus) : Verlauf

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. April 2015)

Schielen (Strabismus) kann den Verlauf der Entwicklung des Sehvermögens in den ersten Lebensjahren stören: Ein kindliches Begleitschielen (Strabismus concomitans) kann ohne Gegenmaßnahmen zu einer Schwachsichtigkeit führen, die unbehandelt bereits im Schulalter meist nicht mehr rückgängig zu machen ist.

Darum ist es gerade bei Kleinkindern wichtig, Schielen rechtzeitig zu behandeln!

Entsprechend gilt es, das Schielen schon im Vorschulalter zu erkennen: Die Prognose für gutes Stereosehen (d.h. für räumliches Sehen durch die zu einem Bild zusammengefügten Seheindrücke beider Augen) und für eine gute Sehschärfe ist umso besser, je früher die  Behandlung des Strabismus beginnt. Ideal ist es, schon ein Schielen beim Baby im sechsten Lebensmonat zu behandeln. Die Behandlung einer schielbedingten Sehschwäche erstreckt sich bei Kindern bis etwa zum zwölften Lebensjahr.

Wenn Ärzte ein Schielen durch eine Operation beheben, kann sich danach die Augenstellung erneut ändern. Darum ist es beim Strabismus gelegentlich erforderlich, die Augenmuskeln im weiteren Verlauf mehrfach zu operieren.


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