Schielen (Strabismus) : Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. April 2015)

Beim Schielen (Strabismus) ergeben sich die ersten Hinweise zur Diagnose aus der typischen Augenstellung und den Begleiterscheinungen der damit teilweise verbundenen Sehbehinderung. In vielen Fällen gelingt es schon bei den Früherkennungsuntersuchungen U1 bis U9, ein Schielen bei Kindern zu diagnostizieren.

Beim Schielen können verschiedene Sehtests und sogenannte orthoptische Tests (zur Untersuchung des beidäugigen Sehens) zum Einsatz kommen. Besonders wichtig für die Diagnose eines Strabismus sind der Ab- und Aufdecktest:

  • Beim Abdecktest ist ein Auge abgedeckt. Der Augenarzt beobachtet dann, ob sich das nicht abgedeckte Auge neu einstellt (ist dies der Fall, liegt womöglich ein Begleitschielen vor).
  • Der Aufdecktest zeigt, ob das aufgedeckte Auge eine langsame Verschmelzungsbewegung durchführt (dies ist ein Hinweis auf ein verstecktes bzw. latentes Schielen).

Mithilfe der verschiedenen Tests kann der Augenarzt nicht nur das Schielen feststellen, sondern auch andere Augenerkrankungen ausschließen. Außerdem ermöglichen es die Untersuchungen, die Form des Strabismus einzugrenzen, um die erforderliche Therapie festzulegen.


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