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Schielen (Strabismus) : Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. April 2015)

Der Begriff Schielen oder Strabismus bezeichnet eine Fehlstellung der Augen, bei der eine der beiden Augenachsen von der Parallelstellung abweicht, sodass die Augen in unterschiedliche Richtungen blicken.

Grundsätzlich kann die Augenachse beim Schielen in alle Richtungen abweichen. Am häufigsten sind jedoch Abweichungen in der horizontalen Achse: Dies führt zum Einwärtsschielen (Strabismus convergens) oder Auswärtsschielen (Strabismus divergens).

In Deutschland schielen etwa fünf Prozent der Menschen so, dass die Augenfehlstellung nicht nur ein äußerlicher Makel ist, sondern je nach Ausprägung auch eine starke Sehbehinderung bedeuten kann. Unbehandelt kann ein Strabismus bei Kindern eine dauerhafte Sehschwäche (sog. Amblyopie) des eigentlich gesunden Auges zur Folge haben.

Deshalb ist es wichtig, ein Schielen bei jedem Baby oder Kleinkind frühzeitig zu behandeln!

Per Definition unterscheidet man die folgenden Formen von Schielen:

  • latentes Schielen (Heterophorie)
  • Begleitschielen (Strabismus concomitans, Heterotropie)
  • Lähmungsschielen (Strabismus paralyticus)


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