Scheidenkrebs (Vaginalkarzinom): Ursachen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. Mai 2016)

Die Ursachen von Scheidenkrebs (Vaginalkarzinom) sind nicht vollständig geklärt. Bekannt sind allerdings Risikofaktoren, die Bildung dieses Tumors begünstigen. Dazu gehören Infektionen mit den humanen Papillom-Viren (HPV) besonders vom Typ 16.

Humane Papillom-Viren sind die weltweit häufigsten Erreger sexuell übertragbarer Viruserkrankungen. Sie führen zu warzenähnlichen Veränderungen der Haut und der Schleimhaut – unter anderem auch in der Scheide.

Ein weiterer Risikofaktor für Scheidenkrebs ist die Einnahme von Diethylstilbestrol (DES) während der Schwangerschaft. Hierbei handelt es sich um ein künstliches Östrogen, das bis zu seinem Verbot im Jahr 1971 schwangeren Frauen verabreicht wurde, um eine Fehlgeburt zu vermeiden. Da es mehrere Jahre dauern kann, bis sich ein Vaginalkarzinom als Spätfolge der DES-Behandlung entwickelt, erkranken die betroffenen Frauen erst zeitverzögert in höherem Alter.

Symptome

Wie bei vielen anderen Krebserkrankungen treten Symptome auch bei einem Vaginalkarzinom erst dann auf, wenn sich der Krebs bereits in einem fortgeschrittenen Stadium befindet. Erstes Symptom ist häufig eine Blutung aus der Scheide, vor allem nach dem Geschlechtsverkehr. Bei manchen Patientinnen kann es auch zu verstärktem oder blutigem Ausfluss aus der Scheide kommen.

Ausgedehntere Tumoren können zu Schmerzen im Unterleib führen sowie zu Störungen der Harnblasen- oder Darmfunktion.


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