Scheidenkrebs (Vaginalkarzinom): Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. Mai 2016)

Beim Scheidenkrebs (Vaginalkarzinom) richtet sich die Therapie vor allem nach dem Stadium des Tumors – also danach, wie weit sich der Tumor zum Beispiel bereits in benachbartes Gewebe ausgedehnt hat. Je nachdem, welches Stadium der Scheidenkrebs erreicht hat, verfolgen die behandelnden Ärzte unterschiedliche Therapie-Ansätze.

Möglich sind sowohl

  • die operative Entfernung des Tumors als auch
  • eine Bestrahlung.

Diese Verfahren schließen sich dabei allerdings nicht gegenseitig aus, sondern können auch miteinander kombiniert werden. Bei manchen Betroffenen kann es zum Beispiel sinnvoll sein, das Vaginalkarzinom zuerst operativ zu entfernen und die Scheide danach noch zu bestrahlen.

Im Gegensatz zu anderen Krebserkrankungen wie Leukämie (Blutkrebs) oder Brustkrebs spielt die Chemotherapie bei der Behandlung von Vaginalkarzinomen keine bedeutende Rolle.

Operation

Der Umfang des Eingriffs hängt von der Größe des Tumors ab: Bei kleinen Tumoren in einem frühen Stadium entfernt der Arzt das Gewebe vollständig und kann dabei die Scheide erhalten. Bei ausgedehntem Scheidenkrebs kann es notwendig sein, die Scheide vollständig zu entfernen.

In Einzelfällen muss der Operateur auch einen Teil der Blase und/oder des Darms sowie regionale Lymphknoten entfernen.

Strahlentherapie

Ziel der Strahlentherapie ist es, die bösartig veränderten Zellen abzutöten. Abhängig von dem Stadium, in dem sich der Scheidenkrebs befindet, können die behandelnden Ärzte die Strahlen dabei mit zwei unterschiedlichen Methoden auf das betroffene Gebiet richten:

  • Beim dem sogenannten Afterloading wird strahlendes Material direkt in die Scheide eingeführt (Bestrahlung von innen).
  • Bei der Bestrahlung durch die Haut (perkutane Bestrahlung) richten spezielle Beschleuniger die Strahlen von außen auf die erkrankte Körperregion.

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