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Scheidenkrebs (Vaginalkarzinom)Scheidenkrebs (Vaginalkarzinom): DiagnoseStand: 26. Mai 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Bei Scheidenkrebs (Vaginalkarzinom) stellt der Arzt die Diagnose oft nicht aus dem Grund, weil eine betroffene Frau mit Beschwerden zu ihm kommt – vielmehr entdeckt er den Krebs eher zufällig im Rahmen der der gynäkologischen Routineuntersuchung. Bei dieser Kontrolle entnimmt der Frauenarzt mit dem sogenannten Zellabstrich einzelne Zellen aus der Schleimhaut der Scheide und lässt diese mikroskopisch untersuchen. Sind die Zellen auffällig verändert, dass sie auf Scheidenkrebs hindeuten, kann der Arzt die Diagnose mithilfe einer Gewebeprobe (Biopsie) sichern. Ein wichtiges Hilfsmittel bei der Scheidenkrebs-Diagnose ist das sogenannte Kolposkop. Es handelt sich um ein Vergrößerungsinstrument, mit dem der Arzt zum einen die Schleimhaut genauer betrachten und aus verdächtigen Stellen Gewebeproben entnehmen kann. Wenn ein Scheidenkrebs vorliegt, muss der Arzt im Rahmen der Diagnose beurteilen, wie weit sich der Tumor bereits ausgedehnt hat (sog. Staging). Dies ist wichtig, um das genaue Stadium der Erkrankung festzustellen, denn je nach Stadium unterscheidet sich das weitere therapeutische Vorgehen. Bildgebende Verfahren spielen für das Staging eine wichtige Rolle. Sie ermöglichen dem Arzt einen Blick auf innere Organe und er kann sehen, ob der Tumor in benachbarte Organe eingewachsen ist oder in entfernten Körperregionen (z.B. in der Lunge) bereits Tochtergeschwulste (Metastasen) gebildet hat. Bildgebende Verfahren beim Vaginalkarzinom sind Ultraschalluntersuchungen (Sonographie) der Scheide, der Beckenorgane und der Leber, eine Röntgenuntersuchung der Lunge sowie Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) der Beckenorgane. Außerdem sind eine Spiegelung der Harnwege (Urethrozystoskopie) und des Enddarms (Rektoskopie) häufig sinnvoll. Weiterlesen: Scheidenkrebs (Vaginalkarzinom): Therapie Das könnte Sie auch interessieren
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