Scheidenkrebs (Vaginalkarzinom): Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. Mai 2016)

Bei Scheidenkrebs (Vaginalkarzinom) stellt der Arzt die Diagnose meist im Rahmen der gynäkologischen Routineuntersuchung – also eher zufällig und nicht deshalb, weil ihn die Betroffene wegen Beschwerden aufgesucht hat.

Bei den Kontrolluntersuchungen entnimmt der Frauenarzt mit dem sogenannten Zellabstrich (Pap-Test) einzelne Zellen aus der Schleimhaut der Scheide und lässt diese mikroskopisch untersuchen. Sind die Zellen auffällig verändert, so dass sie auf Scheidenkrebs hindeuten, kann der Arzt die Diagnose mithilfe einer Gewebeprobe (Biopsie) sichern.

Ein wichtiges Hilfsmittel bei der Scheidenkrebs-Diagnose ist das sogenannte Kolposkop. Dabei handelt es sich um ein Vergrößerungsinstrument, mit dem der Arzt nicht nur die Schleimhaut genauer betrachten, sondern auch Gewebeproben aus verdächtigen Stellen entnehmen kann.

Wenn ein Scheidenkrebs vorliegt, muss der Arzt im Rahmen der Diagnose beurteilen, wie weit sich der Tumor bereits ausgedehnt hat (sog. Staging). So kann er das genaue Stadium der Erkrankung feststellen. Dies ist wichtig, da sich die Behandlungsmöglichkeiten unterscheiden, je nachdem, in welchem Stadium sich ein Vaginalkarzinom befindet.

Bildgebende Verfahren spielen für das Staging eine wichtige Rolle. Sie ermöglichen dem Arzt einen Blick auf innere Organe. So kann er sehen, ob der Tumor in benachbarte Organe eingewachsen ist oder in entfernten Körperregionen (z.B. in der Lunge) bereits Tochtergeschwulste (Metastasen) gebildet hat. Bildgebende Verfahren beim Vaginalkarzinom sind:

Außerdem sind eine Spiegelung der Harnwege (Urethrozystoskopie) und des Enddarms (Rektoskopie) häufig sinnvoll.


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