Scheidenentzündung (Kolpitis, Vaginitis): Verlauf

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (11. März 2016)

Eine Scheidenentzündung (Kolpitis, Vaginitis) nimmt meist einen komplikationslosen Verlauf mit guter Prognose – vorausgesetzt, die Entzündung wird konsequent behandelt.

Komplikationen können sich ergeben, wenn die Scheidenentzündung im weiteren Verlauf auf den Gebärmutterhals übergreift. In diesem Fall kann eine Gebärmutterentzündung beziehungsweise eine Entzündung der Eileiter und Eierstöcke (sog. Adnexitis) entstehen.

Eine Vaginitis in der Schwangerschaft ist mit einem erhöhten Risiko für für vorzeitige Wehen, einen vorzeitigen Blasensprung und somit auch einer Frühgeburt verbunden. Zudem kann eine werdende Mutter während der Geburt das Baby mit den Kolpitis-Erregern anstecken. Dies ist besonders bei einer Scheidenentzündung mit Herpesviren oder mit Gonokokken beziehungsweise Chlamydia trachomatis von Bedeutung: Herpesviren lassen sich nicht restlos beseitigen, sondern bleiben ein Leben lang im Körper; außerdem können sie wie Gonokokken und Chlamydia trachomatis beim Neugeborenen Entzündungen auslösen, zum Beispiel eine Bindehautentzündung. Daher ist in diesen Fällen eine Entbindung durch Kaiserschnitt empfehlenswert.


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