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Scheidenentzündung (Kolpitis, Vaginitis)

Scheidenentzündung (Kolpitis, Vaginitis): Verlauf

Stand: 18. August 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Eine Scheidenentzündung (Kolpitis, Vaginitis) nimmt meist einen komplikationslosen Verlauf mit guter Prognose, wenn eine konsequente Behandlung erfolgt.

Komplikationen können sich ergeben, wenn die Scheidenentzündung im weiteren Verlauf auf den Gebärmutterhals übergreift. In diesem Fall kann es zu einer Gebärmutterentzündung beziehungsweise zu einer Entzündung der Eileiter und Eierstöcke (sog. Adnexitis) kommen.

Eine Scheidenentzündung in der Schwangerschaft ist mit einem erhöhten Risiko für eine Frühgeburt verbunden. Außerdem kann die werdende Mutter während der Geburt ihr Neugeborenes mit den Kolpitis-Erregern anstecken. Dies ist besonders bei Scheidenentzündungen mit Herpesviren oder mit Gonokokken beziehungsweise Chlamydia trachomatis von Bedeutung, da diese vermehrt mit Komplikationen verbunden sind: Herpesviren lassen sich nicht restlos beseitigen, sondern bleiben im Verlauf des gesamten Lebens im Körper; außerdem können sie wie Gonokokken und Chlamydia trachomatis beim Neugeborenen zu Entzündungen (z.B. Bindehautentzündung) führen. Daher ist in diesen Fällen eine Entbindung durch Kaiserschnitt empfehlenswert.

Weiterlesen: Scheidenentzündung (Kolpitis, Vaginitis): Vorbeugen

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