Scheidenentzündung (Kolpitis, Vaginitis): Diagnose

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (11. März 2016)

Eine Scheidenentzündung (Kolpitis, Vaginitis) kann der Frauenarzt während der Untersuchung der Scheide feststellen: Die Scheidenschleimhaut ist meist – ohne deutliche Konturen oder fleckig – geschwollen und gerötet und gelegentlich sind Bläschen auf der Schleimhaut zu sehen. Zudem haben die Betroffenen meist Ausfluss. Farbe, Geruch und Konsistenz des Ausflusses können bereits Hinweise darauf geben, welcher Erreger für die Kolpitis verantwortlich ist.

Um zu klären, welcher Erreger die Scheidenentzündung hervorgerufen hat, nimmt der Arzt bei der Diagnose Abstriche von der Scheidenschleimhaut und vom Gebärmutterhals. Anschließend untersucht er die Proben unter dem Mikroskop.

Außerdem besteht die Möglichkeit, Proben der Abstriche an ein mikrobiologisches Labor zu senden, um dort die Kolpitis-Erreger im Einzelnen zu identifizieren und deren Widerstandsfähigkeit (Resistenz) gegen Antibiotika untersuchen zu lassen.

Eine Ärztin Untersucht eine Probe unter dem Mikroskop. © Jupiterimages/iStockphoto

Der Arzt muss den Erreger ermitteln, der die Scheidenentzündung ausgelöst hat, um anschließend die richtige Therapie einzuleiten.

Bei einer Scheidenentzündung ist es nicht nur wichtig, den verursachenden Erreger zu bestimmen – im Rahmen der Diagnose muss der Arzt auch herausfinden, welche Faktoren die Entzündung begünstigt haben könnten, so etwa übertriebene Hygiene, ein krankhafter Östrogenmangel oder eine Therapie mit Antibiotika. Um zu verhindern, dass sich die Scheide später erneut entzündet, sollten äußere Einflüsse, die den Schutzmechanismus der Scheidenschleimhaut schädigen können, möglichst ausgeschaltet werden.


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