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Scharlach: Therapie

Stand: 23. November 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei Scharlach erhält der Erkrankte über einen Zeitraum von zehn Tagen eine Therapie mit dem Antibiotikum Penicillin. Ziel der Scharlach-Therapie ist es, Symptome wie Fieber, Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Husten und Übelkeit zu mindern und Komplikationen zu verhindern. Die Bakterien (A-Streptokokken) aus dem Rachen können durch die Einnahme von Penicillin jedoch oft nicht vollständig abgetötet werden. Ist jemand an Scharlach erkrankt, der allergisch gegen Penicillin ist, stehen als Therapie-Alternative Makrolid-Antibiotika wie Erythromycin oder ein Antibiotikum aus der Gruppe der Cephalosporine zur Verfügung.

Zwei Wochen nach Krankheitsbeginn wird der Urin des Erkrankten untersucht, um frühzeitig zu erkennen, ob mit der Komplikation einer Nierenkörperchenentzündung (Glomerulonephritis) zu rechnen ist. Blut im Urin (Mikrohämaturie) weist auf eine Nierenkörperchenentzündung hin. Bei dieser Erkrankung entzünden sich Gefäßknäuel der Nierenkörperchen, in denen das Blut filtriert wird und sich der sogenannte Primärharn bildet. Bestimmte Formen der Nierenkörperchenentzündung können dazu führen, dass die Nierenfunktion ausfällt.

Ist ein Kind an Scharlach erkrankt, sollten Eltern weitere Maßnahmen ergreifen:

  • Bei Fieber sollte Bettruhe eingehalten werden.
  • Halten Sie Ihr Kind möglichst von anderen Personen fern damit diese sich nicht anstecken.
  • Geben Sie dem Kind möglichst viel zu trinken, damit sich der Schleim in der Lunge besser lösen und abgehustet werden kann.
  • Da die Hustenanfälle vor allem in der Nacht auftreten, sollten Sie für kühle und feuchte Raumluft sorgen. Hängen Sie dafür beispielsweise feuchte Handtücher im Zimmer auf.

Weiterlesen: Scharlach: Verlauf

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