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SARS (schweres akutes Atemnotsyndrom)

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (18. März 2013)

Das schwere akute Atemnotsyndrom, englisch Severe Acute Respiratory Syndrome (SARS), ist eine Infektionskrankheit, die mit plötzlich auftretendem hohen Fieber, Atembeschwerden, Heiserkeit, Husten, Halsschmerzen und schwerem Krankheitsgefühl einhergeht. Der Verlauf von SARS ähnelt dem einer sogenannten atypischen Lungenentzündung.

Die Ursache von SARS ist eine Virusinfektion. Bei dem Erreger handelt es sich um ein Virus aus der Familie der Coronaviren.

SARS trat erstmals im November 2002 in China auf und verbreitete sich von dort weiter. In Deutschland wurde der erste SARS-Fall im März 2003 bekannt. Insgesamt waren 29 Länder von der Epidemie betroffen. Die meisten Betroffenen stammten aus China, Hongkong und Taiwan.

Das schwere akute Atemnotsyndrom verläuft meist in zwei Phasen: In der ersten Woche der Erkrankung treten vor allem unspezifische Krankheitssymptome – ähnlich einer Grippe (Influenza) – auf, zum Beispiel allgemeines Unwohlsein, hohes Fieber und Kopfschmerzen. In der zweiten Woche treten weitere Symptome auf: Durchfall und trockener Husten, der zu Kurzatmigkeit bis hin zu schwerer Atemnot führen kann. Bei solchen SARS-Fällen ist eine intensivmedizinische Behandlung notwendig. SARS kann einen lebensbedrohlichen Verlauf nehmen.

Eine spezifische Therapie gegen das SARS-Virus existiert derzeit nicht, weshalb lediglich die Symptome der Krankheit behandelt werden können. Ärzte setzten während der SARS-Epidemie vor allem das Hepatitis C-Medikament Ribavirin in Kombination mit einem Kortisonpräparat und Antibiotika ein. Eine gezielte medikamentöse Therapie gegen den SARS-Erreger ist aber nach wie vor nicht verfügbar.

Um SARS vorzubeugen, sollten Reisende in Ländern, in denen SARS auftritt, Menschenansammlungen und Tierstallungen meiden. Zudem ist eine gute Hygiene mit häufigem Händewaschen wichtig. Medikamente, die einer SARS-Erkrankung vorbeugen, gibt es bislang nicht.



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