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Stand: 25. Januar 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Das schwere akute Atemnotsyndrom, englisch Severe Acute Respiratory Syndrome (SARS), ist eine Infektionskrankheit, die mit plötzlich auftretendem hohen Fieber, Atembeschwerden, Heiserkeit, Husten, Halsschmerzen und schwerem Krankheitsgefühl einhergeht.
Die Ursache von SARS ist eine Virusinfektion. Bei dem Erreger handelt es sich um ein Virus aus der Familie der Coronaviren.
SARS trat erstmals im November 2002 in China auf und verbreitete sich von dort weiter. In Deutschland wurde der erste SARS-Fall im März 2003 bekannt. Insgesamt waren 29 Länder von der Epidemie betroffen. Die meisten Betroffenen stammten aus China, Hongkong und Taiwan.
Das schwere akute Atemnotsyndrom verläuft meist in zwei Phasen: In der ersten Woche der Erkrankung treten vor allem unspezifische Krankheitssymptome – ähnlich einer Grippe (Influenza) – auf, zum Beispiel allgemeines Unwohlsein, hohes Fieber und Kopfschmerzen. In der zweiten Woche treten weitere Symptome auf wie Durchfall oder Kurzatmigkeit, die bis zur Atemnot führen kann. Bei schweren SARS-Fällen ist eine intensivmedizinische Behandlung notwendig. SARS kann einen lebensbedrohlichen Verlauf nehmen.
Eine spezifische Therapie gegen das SARS-Virus existiert derzeit nicht, weshalb lediglich die Symptome der Krankheit behandelt werden können. Ärzte setzten dazu vor allem das Hepatitis C-Medikament Ribavirin in Kombination mit einem Kortisonpräparat ein. Ob diese Antibiotika-Therapie tatsächlich bei SARS wirksam ist, kann noch nicht abschließend beurteilt werden.
Um SARS vorzubeugen sollten Reisende in Ländern, in denen SARS auftritt, Menschenansammlungen und Tierstallungen meiden. Zudem ist eine gute Hygiene mit häufigem Händewaschen wichtig, um einer Infektion vorzubeugen. Medikamente, die einer SARS-Erkrankung vorbeugen, gibt es bislang nicht.
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