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Stand: 18. März 2013Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
SARS-Ursachen sind Viren. Bei dem Erreger des schweren akuten Atemnotsyndroms (SARS) handelt es sich um ein bisher beim Menschen noch nicht beobachtetes Virus aus der Familie der Coronaviren. Seine Erbinformation liegt mittlerweile vollständig entschlüsselt vor. Die Erreger gelangen vom Tier auf den Menschen und zwar vor allem dort, wo Mensch und Tier auf engstem Raum zusammen leben. So äußerten Wissenschaftler zum Beispiel den Verdacht, dass das Virus durch den Verzehr von Schleichkatzenfleisch auf den Menschen übertragen wurde. Zudem geht man davon aus, dass die SARS-Viren wahrscheinlich in Fledermausarten dauerhaft vorkommen (sog. natürliches Reservoir).
Die Übertragung von SARS von Mensch zu Mensch findet über die Luft statt; es handelt sich um eine sogenannte Tröpfcheninfektion. Sie erfolgt nach heutigem Kenntnisstand erst, nachdem sich die ersten Symptome bei der infizierten Person zeigen. Oftmals traten Erkrankungsfälle von SARS bei Personen auf, die im gleichen Haus wohnten – was zeigte, dass das schwere akute Atemnotsyndrom ansteckender ist als bislang angenommen. Mittlerweile wird nicht mehr ausgeschlossen, dass sich der Erreger von SARS auch über größere Entfernungen über die Luft, das Trinkwasser, Fäkalien oder sogar Klimaanlagen verbreiten kann.
Nach dem derzeitigen Wissensstand überlebt der Erreger unter normalen Bedingungen außerhalb eines Organismus mindestens 24 Stunden. Darüber hinaus lässt sich das Virus mehr als einen Monat nach einer Infektion noch immer nachweisen, zum Beispiel im Stuhl der Betroffenen. Temperaturen über 56° C und gängige Desinfektionsmittel inaktivieren das SARS-Virus.
SARS hat eine relativ kurze Inkubationszeit – die Zeit von der Ansteckung bis zum Auftreten der ersten Symptome beträgt nach dem derzeitigen Wissensstand beim schweren akuten Atemnotsyndrom (SARS) zwei bis zehn Tage. Im Durchschnitt liegt sie bei fünf Tagen.
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