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SARS (Schweres akutes Atemnotsyndrom)

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SARS: Definition

(Stand: 17. April 2009)

Beim so genannten schweren akuten Atemnotsyndrom, englisch Severe Acute Respiratory Syndrome (SARS), handelt es sich um eine meldepflichtige Infektionskrankheit, die zu grippeähnlichen Krankheitszuständen führt.

Historisches

Im November 2002 wurde in der südchinesischen Provinz Guangdong erstmalig eine akute Atemwegserkrankung unklarer Ursache festgestellt. Im benachbarten Hongkong traten im Februar 2003 die ersten Fälle auf. Vermutlich wurde das Virus von dort aus nach Vietnam exportiert. Es breitete sich schnell unter Angehörigen der Infizierten und dem Pflegepersonal in Krankenhäusern aus.

Mitte März 2003 wurde in Frankfurt/Main ein Arzt mit seiner Frau und seiner Schwiegermutter auf einem Flug von New York nach Singapur in Quarantäne genommen. Der Arzt hatte auf dem Flug Symptome bei sich festgestellt, die denen eines von ihm in Singapur behandelten Patienten stark ähnelten. Der Verdacht lautete auf ein "Schweres akutes Atemnotsyndrom". Man vermutete bereits zu einem frühen Zeitpunkt ein Virus als Auslöser der Erkrankung, wusste aber zunächst nicht, um welches Virus es sich handeln könnte.

Dr. Carlo Urbani, der Entdecker der neuartigen Lungenerkrankung, verstarb in Thailand selbst an den Folgen der Infektion. Urbani entdeckte den unbekannten Erreger und machte weltweit auf SARS aufmerksam. Am 24. März 2003 identifizierten zeitgleich drei Arbeitsgruppen den Erreger dieser Erkrankung als ein Coronavirus. An der Identifizierung waren das "Center for Disease Control und Prevention" in Atlanta im Bundesstaat Georgia/USA, das Team des Virologen Malik Peiris von der Universität in Hongkong sowie der Virologe Christian Drosten vom Hamburger "Bernhard Nocht-Institut für Tropenmedizin" beteiligt.

Auf der SARS-Konferenz am 17./18. Juni 2003 in Kuala Lumpur/Malaysia erklärte die WHO-Generaldirektorin Gro Harlem Brundtland, "dass die Weltgemeinschaft aus der SARS-Epidemie wichtige Lektionen gelernt habe, um sich künftig besser auf den Ausbruch einer ähnlichen Epidemie vorzubereiten. Es dürfe nicht versäumt werden, aus den Fehlern und Schwächen im Kampf gegen SARS zu lernen und daraus Konsequenzen zu ziehen". Seit etwa Mitte Juni 2003 hatte die Neuerkrankungsrate bereits so stark abgenommen, dass von einem Ende der SARS-Epidemie gesprochen werden konnte.

Weiterlesen: SARS: Definition – Häufigkeit

Autor: Onmeda Redaktion

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

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