Sarkoidose: Verlauf

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (04. Mai 2015)

Eine Sarkoidose kann einen akuten oder chronischen Verlauf nehmen. Bei beiden Verlaufsformen der Erkrankung bestehen gute Aussichten auf Heilung. Im Einzelnen hängen Prognose und mögliche Komplikationen jedoch von den befallenen Organen ab.

Prognose

Obwohl die akute Sarkoidose eher einen heftigen Verlauf zeigt, ist ihre Prognose günstig: Bei etwa 95 von 100 Betroffenen heilt die akute Sarkoidose spontan, also ohne Behandlung, innerhalb von vier bis sechs Wochen ab. Nach einigen Monaten haben sich die Betroffenen wieder vollständig erholt. Nach spätestens einem Jahr haben sich alle bei der Röntgenuntersuchung nachgewiesenen Veränderungen in der Lunge zurückgebildet.

Auch chronische Fälle von Sarkoidose kann man in manchen Fällen bereits durch eine einmalige Therapie mit Kortison heilen. Bei etwa 70 von 100 Betroffenen mit chronischer Sarkoidose im Stadium I heilt die Erkrankung auch innerhalb von zwei Jahren spontan aus. Allerdings sinkt die Spontanheilungsrate mit zunehmendem Schweregrad der Krankheit. Insgesamt hat eine Sarkoidose mit chronischem Verlauf jedoch eine etwas ungünstigere Prognose als die akute Form: Ungefähr jeder 20. Betroffene stirbt an den Folgen einer chronischen Sarkoidose, vor allem wenn das Gehirn und das Herz beteiligt sind oder wenn schwere Strukturveränderungen der Lunge vorliegen. Entwickeln sich bei einem chronisch verlaufenden Morbus Boeck immer neue Krankheitsschübe, ist es daher ratsam, sich regelmäßig ärztlich betreuen und behandeln zu lassen.

Komplikationen

Bei einer chronischen Sarkoidose können im weiteren Verlauf verschiedene Komplikationen auftreten. Welche das sind, hängt von dem Organ ab, das von der typischen Knötchenbildung betroffen ist. Möglich sind zum Beispiel:


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