Sarkoidose: Akute Sarkoidose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (04. Mai 2015)

Zeigt sich eine Sarkoidose durch plötzliche und heftige Symptome, liegt eine akute Sarkoidose vor. Meist löst die akute Form der (auch als Morbus Boeck bezeichneten) entzündlichen Erkrankung plötzliches Fieber, oft auch Husten und ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl aus. Hinzu kommen die durch den jeweiligen Organbefall verursachten Beschwerden.

Eine akute Sarkoidose kann bei etwa 10 von 100 Betroffenen, darunter häufig junge Frauen, auch in der als Löfgren-Syndrom bezeichneten Sonderform auftreten. Die hierfür kennzeichnenden Symptome sind – neben dem plötzlich ansteigenden Fieber – die drei folgenden Veränderungen:

  • Erythema nodosum (Knotenrose): schmerzhafte rote Knoten unter der Haut, meist an den Beinen
  • Arthritis (Gelenkentzündung), meist an den Sprunggelenken
  • Lymphknotenschwellung im Bereich der beiden Ein- und Austrittsstellen (Lungenhili) von Nerven, Gefäßen und Bronchien an der Lungenseite, die dem Raum zwischen den beiden Lungenflügeln (Mediastinum) zugewandt ist (diese Lymphknotenschwellung kann man nur durch eine Röntgen- oder CT-Untersuchung des Brustkorbs nachweisen)

Chronische Sarkoidose

Meistens fehlen die Sarkoidose-Symptome anfangs jedoch oder entwickeln sich schleichend: Eine solche chronische Sarkoidose beginnt meist mit Abgeschlagenheit, zunehmendem Reizhusten und/oder Atemnot bei Belastung; manchmal besteht zusätzlich leichtes Fieber. Organbezogene Beschwerden können beim chronisch verlaufenden Morbus Boeck auch ganz fehlen. Daher entdecken Ärzte die Erkrankung oft zufällig bei einer Röntgenaufnahme des Brustkorbs.

Obwohl die chronische Sarkoidose anfangs weniger heftige Symptome verursacht als die akute Form, sind ihre Heilungschancen geringer. Dies liegt auch daran, dass die chronische Sarkoidose oft länger unerkannt bleibt und sich hierdurch der Beginn der Behandlung verzögert.


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