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Salmonellen, Salmonellose

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (20. August 2015)

© Jupiterimages/PhotoDisc

Salmonellen sind Bakterien, die beim Menschen eine als Salmonellose bezeichnete Magen-Darm-Entzündung (Gastroenteritis) mit Brechdurchfall verursachen können. Die Salmonelleninfektion geschieht immer über den Mund – hauptsächlich durch Lebensmittel, die mit Salmonellen verseucht sind (sog. Salmonellenvergiftung).

Salmonellen kommen vor allem bei Tieren vor, können sich aber auch im Menschen vermehren. Es gibt viele Variationen der Bakterien, die beim Menschen Erkrankungen auslösen können: Neben der auch als Salmonellenenteritis bezeichneten Salmonellose, bei der die Salmonelleninfektion auf den Darmtrakt beschränkt bleibt (griech. Enteritis = Darmentzündung), sind Salmonellen auch für die schweren Allgemeininfektionen Typhus und Paratyphus verantwortlich.

Bei Typhus und Paratyphus handelt es sich im weiteren Sinne also auch um Salmonellosen (d.h. durch Salmonellen hervorgerufene Erkrankungen). Als Salmonellose bezeichnet man jedoch in der Regel nur die auf den Darmtrakt beschränkte Salmonellenerkrankung (also die Salmonellenenteritis). Bei jeder Salmonelleninfektion besteht eine Meldepflicht.

Man sieht eine REM-Aufnahme von Salmonellen. © Okapia

Salmonellen können zu Durchfallerkrankungen führen. © Science Foto/OSF/OKAPIA

Die Salmonellose kann einzeln und gehäuft (z.B. in Familien) oder als größerer Ausbruch auftreten. Oft sind ganze Kindergärten oder Altenheime von einer Salmonelleninfektion betroffen. Verantwortlich hierfür ist meistens eine Lebensmittelvergiftung infolge mangelnder Hygiene oder falscher Zubereitung von Lebensmitteln. Die für eine Magen-Darm-Entzündung durch Salmonellen typischen Symptome sind:

Sicher diagnostizieren lässt sich die Salmonellose durch den Erregernachweis: Die Salmonellen sind in Stuhlproben, Rektalabstrichen und Erbrochenem nachweisbar.

Die gegen eine Magen-Darm-Entzündung durch Salmonellen eingesetzte Behandlung zielt vor allem darauf ab, den Verlust von Flüssigkeit und Mineralstoffen auszugleichen. Nur bei einer schwer verlaufenden Salmonellose kommen Antibiotika zum Einsatz.

Salmonellen sind ansteckend! Vermeiden lässt sich eine Salmonellose vor allem durch Hygiene und die richtige Zubereitung von Lebensmitteln. Um die mit Salmonellen verbundene Ansteckungsgefahr zu mindern, ist es im privaten Umfeld besonders wichtig, ...

  • sich nach jedem Toilettengang die Hände zu waschen,
  • beim Lebensmittelkauf auf eine lückenlose Kühlkette und das Verfallsdatum zu achten,
  • Geflügelfleisch, Hühnereier sowie Eiprodukte immer ausreichend zu erhitzen und
  • bei der Haltung von Heimtieren (v.a. Reptilien) hygienische Verhaltensregeln zu einzuhalten.

Nur bei Temperaturen über 70 Grad Celsius und einer Garzeit von mindestens zehn Minuten lassen sich Salmonellen sicher abtöten!



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