Salmonellen, Salmonellose: Verlauf

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (12. Dezember 2016)

Die durch Salmonellen ausgelöste Magen-Darm-Entzündung (Salmonellose) verursacht bei einem typischen Verlauf etwa ein bis zwei Tage lang Beschwerden. In manchen Fällen können die Symptome auch bis zu eine Woche andauern. Wenn man den mit dem Brechdurchfall verbundenen Flüssigkeitsverlust ausgleicht, erholen sich die Betroffenen sehr rasch von der Salmonelleninfektion.

Aber Achtung: Solange sich Salmonellen im Stuhl befinden, besteht Ansteckungsgefahr! Dies ist auch der Fall, wenn die Salmonellose schon abgeklungen ist.

Wer eine Salmonellose durchgemacht hat, scheidet nach deren Abklingen noch über längere Zeit Salmonellen mit dem Stuhl aus und ist somit für andere ansteckend: Die Dauer der Ausscheidung beträgt etwa drei bis sechs Wochen; bei Säuglingen kann der Stuhl auch mehrere Monate Salmonellen enthalten. Sogenannte Dauerausscheider, in deren Stuhl die Bakterien über sechs Monate nachweisbar sind, sind relativ selten.

Komplikationen

Wenn die Infektion mit Salmonellen schwere Symptome hervorruft, können nachfolgend verschiedene Komplikationen auftreten: So führt eine Salmonellose mit starkem Durchfall – und vor allem gleichzeitigem Erbrechen und einer ungenügenden Flüssigkeitsaufnahme – zu einer Austrocknung des Körpers: Anzeichen hierfür sind:

Besonders für sehr alte Menschen oder Säuglinge bedeutet die Austrocknung bei Salmonellose eine ernste Komplikation. Durch den Flüssigkeitsverlust verdickt sich das Blut, was ein Risiko für Thrombosen bedeutet. In sehr seltenen Fällen können die Salmonellen außerdem in den Blutstrom gelangen und eine Blutvergiftung (Sepsis) auslösen.

Sterblichkeit

Wenn Salmonellen bei geschwächten Menschen zu einer Salmonellose führt und diese unbehandelt bleibt, ist mit einer Sterblichkeit von bis zu fünf Prozent zu rechnen.


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