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Rückenschmerzen: Massage

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (30. Juni 2014)

Eine Massage kann sehr entspannend für die Muskulatur sein und Rückenschmerzen lindern. Studien zeigen, dass eine Massage weniger bei akuten Rückenschmerzen Sinn macht, aber chronische Rückenschmerzen kurzfristig lindern kann, insbesondere wenn sie mit Physiotherapie oder speziellem Rückentraining kombiniert wird.

Nach Beendigung der Massagetermine sollte der Betroffene jedoch in puncto Bewegung und Entspannungsverfahren selbst aktiv werden, um erneute Rückenschmerzen zu vermeiden.

Akupunktur

Akupunktur kann bei chronischen Rückenschmerzen unter Umständen Linderung bringen. Viele Krankenkassen bieten Akupunktur bei Rückenschmerzen inzwischen auch als Kassenleistung an.

Einige Experten zweifeln jedoch trotz teils positiver Studienergebnisse den Nutzen an. Denn insgesamt sind die Studien zum Thema Akupunktur sehr unterschiedlich aufgebaut und deshalb schwer zu vergleichen.

Ob Akupunktur bei Rückenschmerzen in Einzelfällen möglicherweise Sinn macht, muss deshalb jeder Betroffene für sich entscheiden.

Das Bild zeigt Akupunkturnadeln, die gesetzt werden.

Ob Akupunktur bei Rückenschmerzen helfen kann, ist wissenschaftlich nicht eindeutig geklärt.

Verhaltenstherapie

Wer chronische Rückenschmerzen hat, läuft Gefahr, in eine Schmerzspirale zu geraten: Aufgrund der Rückenschmerzen vermeiden manche Betroffene zum Beispiel bestimmte Bewegungen oder unterlassen Aktivitäten aus Angst, die Rückenschmerzen könnten schlimmer werden. Sie erreichen dadurch aber genau das Gegenteil – sie verstärken die Schmerzen durch ihre Schonhaltung. Werden die Rückenschmerzen dann schlimmer, meinen viele, sich noch mehr schonen zu müssen. Sie sind in einem Teufelskreis "gefangen". In diesen Fällen kann eine Verhaltenstherapie hilfreich sein.

Solch eine Verhaltenstherapie verläuft im Allgemeinen in drei Phasen:

  1. Informationsphase: Der Betroffene erfährt, wie die Rückenschmerzen entstehen und wodurch er sie möglicherweise selbst aufrechterhält. Er lernt, dass er den Schmerzen nicht ausgeliefert ist und selbst aktiv etwas dagegen tun kann.
  2. Übungsphase: Der Betroffene versucht, aktiv Einfluss auf äußere und innere Schmerzauslöser zu nehmen. Zu den äußeren Auslösern zählt z.B. ein hektischer Alltag. Innere Stressoren sind z.B. Ängste, Sorgen oder Erinnerungen. Hier können Schmerztagebücher helfen, die Auslöser zu finden.
  3. Praxisphase: Entspannungstechniken unterstützen den Betroffenen dabei, die Rückenschmerzen zu bewältigen. Wirkungsvoll sind z.B. progressive Muskelentspannung oder autogenes Training. Der Betroffene soll außerdem die körperliche Aktivität nach und nach steigern.

Operation

Rückenschmerzen können vielfältige Ursachen haben. Eine Operation ist jedoch nur in wenigen Fällen notwendig.

Neben offenen Operationen wendet man auch Verfahren an, die einen kleineren Eingriff erlauben (sog. minimalinvasive Verfahren) – vor allem bei weniger schwerwiegenden Fällen und bei speziellen Ursachen der Rückenschmerzen. Beispiele für minimalinvasive Verfahren sind:

  • chemische Auflösung der Bandscheibe durch Enzyme (Chemonukleolyse)
  • Verdampfung von Teilen der Bandscheibe mittels Laser
  • Wirbelsäulenchirurgie mittels Endoskopie: Mithilfe eines röhrenförmigen Systems, in dem eine Kamera eingebaut ist (Endoskop), kann der Arzt Hohlräume des Körpers sehen und Störungen behandeln.

Korsett (Orthese)

Ein Korsett (Orthese) soll den Rücken stützen und so die Schmerzen lindern. Auf Dauer hat diese Methode jedoch eher nachteilige Effekte. Denn durch die Ruhigstellung wird die Muskulatur in diesem Bereich schwächer und kann die Beschwerden auf lange Sicht unter Umständen sogar verstärken. Ein Korsett sollte deshalb möglichst immer nur für kurze Zeit zum Einsatz kommen.






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