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Rückenschmerzen

Rückenschmerzen: Diagnose

Stand: 31. August 2009Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei Rückenschmerzen hängt die genaue Diagnose von der Ursache ab. Der Arzt nutzt verschiedene Methoden, um die Ursache zu ermitteln. Hierzu zählen

Anamnese und körperliche Untersuchung

Bei der Diagnose von Rückenschmerzen ist eine sorgfältige Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese) besonders wichtig. Der Arzt erfasst Vor- oder Begleiterkrankungen wie Arthrose (Gelenkverschleiß) oder Osteoporose (Knochenschwund), die als Auslöser infrage kommen. Des Weiteren erforscht er mögliche psychosomatische Gründe der Rückenschmerzen. Hierzu gehören zum Beispiel dauerhafter Stress oder psychische Probleme wie etwa Depressionen. Auch berufliche Aspekte spielen bei der Beurteilung der Rückenschmerzen eine Rolle. Arbeitet der Betroffene beispielsweise überwiegend im Sitzen oder im Stehen, kann dies seine Beschwerden verursachen beziehungsweise verstärken.

Als weiteres Element der Diagnostik stehen sogenannte Schmerztagebücher zur Verfügung. Der Betroffene dokumentiert dabei mithilfe einer Skala, wie er die Rückenschmerzen im Verlauf des Tages empfindet. Schmerztagebücher helfen, die Rückenschmerzen zu beurteilen und spätere Therapiemaßnahmen zu kontrollieren.

Der Arzt beziehungsweise Orthopäde untersucht den Betroffenen zudem körperlich. Er beurteilt dabei Veränderungen, die er von außen erkennen kann. Dazu zählen beispielsweise die Stellung des Beckens und der Schultern, Verkrümmungen der Wirbelsäule sowie die gesamte Körperhaltung. Außerdem prüft er Muskelkraft, Reflexe, Berührungsempfinden und die Beweglichkeit der Gelenke und der Wirbelsäule. In vielen Fällen gibt dies Aufschluss über Ursache und Diagnose der Rückenschmerzen. Weitere Untersuchungen sind nicht nötig.

Besteht der Verdacht auf eine Nervenschädigung, empfiehlt sich jedoch eine Untersuchung bei einem Neurologen.

Röntgenaufnahme

Um die Ursache der Rückenschmerzen abzuklären, kann eine Röntgenaufnahme nötig sein. Eine Röntgenaufnahme der Wirbelsäule wird in zwei Ebenen durchgeführt: von vorne und von der Seite. Die Röntgenbilder geben einen Eindruck von der Beschaffenheit der Wirbelknochen, der Haltung und Krümmung der Wirbelsäule sowie dem Zustand der Wirbelgelenke.

Bei bestimmten Fragestellungen kann man die Wirbelsäule auch in Vor- und Rückwärtsbeugung röntgen. Diese sogenannten Funktionsaufnahmen geben Aufschluss über die Beweglichkeit der Wirbelsäule und lassen Rückschlüsse über die Rückenschmerzen zu.

Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT)

Häufig ist auch eine gezielte Diagnostik mithilfe der Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT, Kernspin) sinnvoll, um die Ursache der Rückenschmerzen abzuklären. Diese sogenannten Schnittbildverfahren dienen dazu, bestimmte Abschnitte der Wirbelsäule gezielt zu untersuchen. Sie erzeugen Schnittbilder von Muskeln, Wirbelkörpern, Bandscheiben und Gelenken, die dem Arzt helfen, sich ein genaueres Bild über eventuelle Ursachen der Rückenschmerzen zu verschaffen. Gewöhnlich reicht eine Untersuchung ohne Kontrastmittel aus. Wird jedoch eine Entzündung oder ein Tumor als Ursache der Rückenschmerzen vermutet, kann auf die Gabe eines Kontrastmittels nicht verzichtet werden.

Myelographie

Ein besonderes Verfahren namens Myelographie kann den Rückenmarkskanal und die Rückenmarksnerven (Spinalnerven) darstellen. Bei der Myelographie spritzt der Untersucher ein Kontrastmittel in den Bindegewebsschlauch, der das Rückenmark umgibt (sog. Duralsack). Mithilfe des Kontrastmittels kann der Arzt neben den Knochen der Wirbelsäule auf dem Röntgenbild auch das Rückenmark und die Nervenwurzeln sehen. Durch eine Computertomographie (CT) im Anschluss an eine Myelographie lässt sich das Rückenmark bei besonderen Fragestellungen bezüglich der Rückenschmerzen genauer beurteilen.

Weiterlesen: Rückenschmerzen: Therapie

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