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Stand: 21. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Eine Skoliose ist eine Fehlstellung, die durch eine seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule mit Verdrehung der einzelnen Wirbelkörper gekennzeichnet ist. Da eine Skoliose zunächst meist keine Beschwerden verursacht, erfolgt ihre Entdeckung häufig zufällig durch Außenstehende, vor allem durch die Eltern betroffener Kinder.
Eine Skoliose kann verschiedene Ursachen haben: Die möglichen Auslöser reichen von angeborenen Fehlbildungen bis hin zu Muskel- oder Nervenschädigungen durch Unfälle oder bestimmte Erkrankungen. Bei etwa 90 Prozent der Skoliosen bleibt die auslösende Ursache unbekannt. Diese sogenannte idiopathische Skoliose spielt besonders bei Kindern und Jugendlichen eine große Rolle.
Zwar können schon Säuglinge eine krumme Wirbelsäule haben – in den meisten Fällen tritt die Skoliose jedoch erst im Alter von zehn bis zwölf Jahren zutage. Schmerzen fehlen dabei zunächst meistens; neben den typischen Fehlstellungen verursacht die Skoliose vor Mitte bis Ende des dritten Lebensjahrzehnts in der Regel keine weiteren Symptome. Mit der Zeit nutzt sich die dauerhaft verkrümmte Wirbelsäule verstärkt ab. Daher können vor allem bei unbehandelter Skoliose mit zunehmendem Lebensalter erhebliche Beschwerden entstehen. Die als mögliche Folge auftretende krankhafte Verkürzung des Rumpfs belastet innere Organe wie Herz, Lunge, Nieren, Magen und Darm.
Eine Skoliose kann man in der Regel über eine körperliche Untersuchung diagnostizieren; das Röntgenbild gibt Aufschluss über das Ausmaß der Veränderungen. Die Skoliose-Therapie richtet sich nach Ursache und Grad der Fehlstellung sowie nach dem Alter der Betroffenen. Bei einer beginnenden Skoliose stehen vor allem krankengymnastische Übungen im Vordergrund, später kommt die Behandlung mit einem Korsett hinzu. Bei einer schweren Skoliose ist eine Operation nötig, um die Wirbelsäulenverkrümmung zu korrigieren und die Wirbelsäule in ihrer neuen Form zu stabilisieren. Durch frühzeitige angemessene Therapie bestehen meist gute Aussichten auf Heilung.
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