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Stand: 26. September 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Offene Operationen von Bandscheibenvorfällen sind mit Risiken und einem längeren Aufenthalt im Krankenhaus verbunden. Minimalinvasive Verfahren wurden entwickelt, um eine offene Operation mit ihren möglichen Nachteilen zu vermeiden. Sie lassen sich in der Regel ambulant unter lokaler Betäubung (Lokalanästhesie) durchführen oder erfordern nur einen sehr kurzen Krankenhausaufenthalt. Besondere Röntgenverfahren steuern und überprüfen die therapeutischen Maßnahmen und das Therapieergebnis. Allerdings eignen sie sich nicht für alle Erkrankungstypen. Es kommen in erster Linie einfache und frische Bandscheibenvorwölbungen und Bandscheibenvorfälle ohne Abspaltung von Bandscheibenmaterial (Sequestrierung) infrage. Für bereits operierte Betroffene ist diese Methode nicht geeignet.
Bei einem komplizierten Bandscheibenvorfall, der bereits eine oder mehrere Nervenwurzeln geschädigt hat, über mehrere Wirbelzwischenräume verteilt ist oder schon längere Zeit besteht, kommt eine Behandlung mit minimalinvasiven Methoden nicht infrage.
In diesem Falle wählt der Arzt eine offene Operation. Dabei entfernt er das zwischen den Wirbeln gelegene stabilisierende Band, um zu den betroffenen Nervenwurzeln vorzudringen. Unter Umständen ist es notwendig, auch Teile des unteren und oberen sogenannten Wirbelbogens abzutragen sowie Muskeln und Bänder teilweise abzulösen. Die vorgefallene Bandscheibe lässt sich dann ganz oder teilweise entfernen.
Wie bei vielen operativen Eingriffen entsteht an der behandelten Stelle ganz unvermeidlich Narbengewebe, das im ungünstigen Falle wuchern und seinerseits Raum einnehmen kann. Unter Umständen ist dann eine weitere Operation notwendig, um das Narbengewebe zu entfernen.
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