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Hochtontherapie

Stand: 28. April 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Allgemeines

Der Begriff Hochtontherapie beziehungsweise Hochfrequenztherapie bezeichnet ein Behandlungsverfahren mit hochfrequentem Wechselstrom. Ziel dieses Verfahrens ist eine tiefe Durchwärmung von Körpergewebe, zum Beispiel um Schmerzen zu lindern.

Bereits in den 1930er Jahren beschäftigte sich der Arzt Siegfried Koeppen mit den physiologisch-therapeutischen Vorteilen durch die Anwendung von Hochton-Frequenzströmen. Ihr Einsatz am Patienten fand erstmalig in den 1950er Jahren statt. Die heutige Hochtontherapie hat sich seitdem stetig weiter entwickelt.

Ohrgeräusche

Die Ziele einer Hochtontherapie sind unter anderem die:

  • Beschleunigung von Heilungsprozessen, z.B. nach Knochenbrüchen
  • Wiederherstellung der Muskelkraft
  • Vorbeugung von Blutgerinnseln (Thrombosen)
  • Mobilisierung bettlägeriger Personen

In vielen Fällen kann die Hochtontherapie zu einer Schmerzlinderung, teilweise auch zur Schmerzfreiheit führen, beispielsweise bei der diabetischen Polyneuropathie und der Arthrose des Knies. Viele Patienten beschreiben schon nach der ersten Therapie eine deutliche Linderung der Beschwerden. Warum eine Hochtontherapie Schmerzen reduzieren kann, ist noch nicht eindeutig geklärt. Fachleute vermuten, dass die Hochtontherapie den Stoffwechsel positiv beeinflusst und auf diesem Wege Schmerzen entgegenwirkt. Von einer Heilung kann man jedoch zum Beispiel im Fall einer Arthrose nicht sprechen.

Neben Erkrankungen, die mit Schmerzen verbunden sind (z.B. Kopfschmerzen, Schmerzen durch bei chronischen Entzündungen) wenden einige Therapeuten die Hochtontherapie auch bei Krankheiten wie Asthma bronchiale, bei Schlafstörungen oder auch bei einem Tinnitus an.

Bei der Durchführung der Hochtontherapie unterscheidet man zwei Stufen: Zu Beginn führt die Ganzkörpertherapie dazu, dass hochfrequente Wellen den gesamten Körper durchfließen. Im zweiten Schritt sorgt der Therapeut dafür, dass die Wellen nur an den betroffenen, schmerzenden Körperregionen wirken. Das Verfahren löst keinen elektrischen Schlag aus, wie es bei unkontrolliertem Kontakt mit Stromquellen passieren kann.

Viele Patienten fühlen sich nach der Behandlung – in der Regel besteht eine Hochtontherapie aus neun bis zwölf Einzelbehandlungen – frisch und erholt. In manchen Fällen können aber auch Nebenwirkungen wie Aufmerksamkeitsstörungen, Spontanitätsverlust und eine Minderung der allgemeinen Aktivität auftreten. Außerdem ist die Hochtontherapie nicht für jeden geeignet. So sollten unter anderem Träger eines Herzschrittmachers auf diese Behandlungsform verzichten.

Da die Wirkung der Hochtontherapie wissenschaftlich nicht ausreichend belegt ist, erstatten die gesetzlichen Krankenkassen diese Therapieform nicht. Die Kosten liegen etwa in Höhe einer Massage.

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