Startseite > Krankheiten > Rotavirus-Infektion (Rotavirus-Gastroenteritis)
Stand: 25. August 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Eine Rotavirus-Infektion kommt häufig bei Säuglingen und Kleinkindern vor (Rotavirus-Gastroenteritis). Rotaviren sind hoch ansteckend und können leicht über eine Schmierinfektion (fäkal-oral) übertragen werden.
Eine Rotavirus-Infektion kann vor allem bei Kindern unter zwei Jahren zu besonders schweren Symptomen wie wässrigen Durchfällen, Erbrechen und Bauchschmerzen führen.
Eine Darminfektion durch Rotaviren lässt sich durch eine Stuhluntersuchung nachweisen. Die Behandlung der Rotavirus-Gastroenteritis erfolgt symptomatisch mithilfe von Flüssigkeit und Elektrolyten. Insbesondere bei Säuglingen und kleinen Kindern besteht aufgrund von Durchfall und Erbrechen die Gefahr der Austrocknung , da sie häufig nicht ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen können. Daher müssen sie oft im Krankenhaus behandelt werden, denn hier können Infusionen verabreicht werden.
Um einer Darminfektion vorzubeugen, sind hygienische Maßnahmen besonders wichtig. Diese reichen jedoch allein meist nicht aus, um sich vor Rotaviren zu schützen, da Rotaviren sehr hygiene- und umweltresistent sind. Im Gegensatz zu Noroviren stehen hierzulande Impfstoffe gegen Rotaviren für Säuglinge zur Verfügung. Eine allgemeine Rotavirus-Impfung wird bislang nicht empfohlen. Im Einzelfall kann eine Impfung jedoch sinnvoll sein, besonders für Säuglinge, die vermehrt Kontakt zu anderen Kindern haben, wie beispielsweise in Kindergärten oder beim Babyschwimmen.
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