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Rotavirus-Infektion

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (15. Februar 2016)

© Jupiterimages/iStockphoto

Eine Rotavirus-Infektion (Rotavirus-Gastroenteritis) kommt insbesondere bei Säuglingen und Kleinkindern häufig vor. Rotaviren sind hoch ansteckend und können leicht über eine Schmierinfektion (fäkal-oral) übertragen werden.

Eine Rotavirus-Infektion kann vor allem bei Kindern unter zwei Jahren zu schweren Magen-Darm-Symptomen wie zum Beispiel wässrigen Durchfällen, Erbrechen und Bauchschmerzen führen.

Von der Ansteckung bis zum Ausbruch der ersten Symptome (Inkubationszeit) vergehen in der Regel ein bis drei Tage. Insgesamt dauert eine Rotavirus-Infektion durchschnittlich zwei bis sechs Tage. Ansteckungsgefahr besteht jedoch über den Zeitraum der akuten Symptome hinaus: Bis zu acht Tage können Rotaviren mit dem Stuhl ausgeschieden werden, in seltenen Fällen auch länger. Ob Rotaviren die Ursache der Darminfektion sind, lässt sich durch eine Stuhluntersuchung nachweisen.

Rotavirus-Infektionen sind in Deutschland meldepflichtig: 2014 gab es in Deutschland knapp 32.399 gemeldete Fälle. Man muss jedoch davon ausgehen, dass die tatsächlichen Fallzahlen deutlich höher liegen.

Die Behandlung der Rotavirus-Gastroenteritis erfolgt symptomatisch mithilfe von Flüssigkeit und Elektrolyten. Insbesondere bei Säuglingen und kleinen Kindern besteht aufgrund von Durchfall und Erbrechen die Gefahr der Austrocknung (Dehydrierung), da sie häufig nicht ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen können. Daher müssen sie oft im Krankenhaus behandelt werden, denn hier können Infusionen verabreicht werden.

Um einer Rotavirus-Infektion vorzubeugen, sind hygienische Maßnahmen besonders wichtig. Diese reichen jedoch allein meist nicht aus, um sich vor Rotaviren zu schützen, da Rotaviren sehr hygiene- und umweltresistent sind. Im Gegensatz zu Noroviren stehen inzwischen Impfstoffe gegen Rotaviren für Säuglinge zur Verfügung.

Seit Juli 2013 wird eine allgemeine Impfung gegen Rotaviren in den ersten Lebensmonaten empfohlen.

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