Startseite > Krankheiten > Rotavirus-Infektion (Rotavirus-Gastroenteritis) > Vorbeugen
Stand: 25. August 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Einer Rotavirus-Infektion (Rotavirus-Gastroenteritis) kann man durch Hygienemaßnahmen nur schwer vorbeugen, da die Erreger sehr hygiene- und umweltresistent sind. Dennoch empfiehlt es sich, ein paar Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, wenn man in Kontakt mit erkrankten Personen kommt.
Idealerweise sollten Sie den Kontakt zu Rotavirus-Infizierten gänzlich meiden – wenn beispielsweise das eigene Kind erkrankt ist, ist dies aber natürlich nicht möglich. Wichtig sind gründliches Händewaschen nach dem Kontakt sowie die Desinfektion von Kontaktflächen wie Türgriffen, Toilette und Waschbecken. Ein infiziertes Kind darf Gemeinschaftseinrichtungen wie den Kindergarten so lange nicht besuchen, wie es ansteckend ist. Auch sollte es den Kontakt zu anderen Personen in dieser Zeit meiden (wie Großeltern, Freunde). In Kliniken gelten besondere Vorsichtsregeln bei Rotavirus-Infektionen (zum Beispiel das Tragen von Handschuhen, besondere Desinfektionsmaßnahmen). Allerdings zählen Rotavirus-Erkrankungen bei Säuglingen und Kleinkindern zu den häufigsten Darminfektionen, welche innerhalb des Krankenhauses übertragen werden (sog. nosokomiale Infektion).
Im Gegensatz zu Norovirus-Infektionen, die ebenfalls zu schweren Durchfallerkrankungen führen können, gibt es hierzulande eine Impfung gegen Rotaviren für Säuglinge. Es handelt sich um einen sogenannten Lebendimpfstoff, der in zwei oder drei Dosen oral (über den Mund, als Schluckimpfung) verabreicht wird. Die erste Impfdosis erfolgt ab der vollendeten sechsten Lebenswoche, die letzte Dosis sollte entsprechend des zugelassenen Impfschemas vor Vollendung der 24. beziehungsweise 26. Lebenswoche gegeben werden. Eine allgemeine Rotavirus-Impfung wird bislang nicht empfohlen. Im Einzelfall kann eine Impfung jedoch sinnvoll sein, besonders für Säuglinge, die vermehrt Kontakt zu anderen Kindern haben, wie beispielsweise in Kindergärten oder beim Babyschwimmen. Der Abschluss der Impfserie sollte innerhalb des ersten Lebenshalbjahrs erfolgen und kann zeitgleich mit den anderen Standardimpfungen im Säuglingsalter gegeben werden. Es gibt Hinweise darauf, dass der Impfschutz für zwei bis drei Jahre anhält.
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