Rotavirus-Infektion

Rotavirus-Infektion (Rotavirus-Gastroenteritis): Therapie

Stand: 25. August 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei einer Rotavirus-Infektion (Rotavirus-Gastroenteritis) besteht die Therapie darin, den Flüssigkeitsverlust auszugleichen, der durch Durchfall und Erbrechen entsteht. Insbesondere für Säuglinge und Kleinkinder kann eine Rotavirus-Infektion gefährlich sein, da sie leicht einen Flüssigkeitsmangel erleiden. Ausreichend Flüssigkeit und Elektrolyte helfen, den Verlust auszugleichen und schützen vor einer Austrocknung (Dehydratation).

In der Regel können Erwachsene den Flüssigkeitsverlust durch ausreichendes Trinken kompensieren. Wenn jedoch ein Kind die Flüssigkeit nicht bei sich behält oder es nicht trinken will, kann eine Infusion notwendig sein, die im Krankenhaus erfolgt. Mittel gegen Viren (Virustatika) werden nicht verabreicht, Antibiotika (Mittel gegen Bakterien) helfen bei Virusinfektionen wie der Rotavirus-Gastroenteritis nicht.

Cola-Getränke eignen sich nicht für an einer Rotavirus-Infektion erkrankte Säuglinge und Kleinkinder als Therapie. Dies hat folgenden Grund: Cola enthält sehr viel Zucker, der mitunter die bei Durchfall ohnehin schon gesteigerte Wasserabgabe aus dem Körper ins Darminnere fördert. Außerdem verstärkt das in der Cola enthaltene Koffein den bereits wegen des Brechdurchfalls bestehenden Kaliumverlust.

Verläuft eine Rotavirus-Infektion bei Kindern leicht, sollten sie mehr trinken als sonst, je nach Alter und vorheriger Kost Muttermilch, Säuglingsnahrung, ungesüßter Kräutertee oder Wasser. Soweit es möglich ist, sollte das Kind außerdem normal gestillt werden oder essen – es ist nicht nötig auf eine spezielle "Schon- oder Aufbaukost" umzustellen oder längere Nahrungspausen einzulegen.

Ein drohender oder bestehender Wassermangel ("Austrocknung", Dehydratation), muss durch spezielle Elektrolylösungen ausgeglichen werden. Je nach dem , wie alt das Kind ist, können sie von den Eltern gefüttert werden oder das Kind trinkt sie selber. Zuhause hergestellte Mischungen aus Saft, Salz, Zucker und Wasser sind nicht empfehlenswert.

Weiterlesen: Rotavirus-Infektion (Rotavirus-Gastroenteritis): Therapie – Ernährungsempfehlungen für Kinder

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