Rotavirus-Infektion

Rotavirus-Infektion (Rotavirus-Gastroenteritis): Definition

Stand: 25. August 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Rotaviren sind eine der häufigsten Ursachen von Durchfallerkrankungen bei Säuglingen und Kleinkindern. Vor allem Rotaviren der sogenannten Serogruppe A führen weltweit zu schweren Darminfektionen, die in Dritte-Welt-Ländern häufig tödlich verlaufen. Man schätzt, dass dort jährlich 100 Millionen Kinder erkranken und 600.000 bis zu einer Million Kinder durch Rotavirus-Infektionen (Rotavirus-Gastroenteritis) sterben. Hierzulande infizieren sich am häufigsten Säuglinge und Kleinkinder im Alter von sechs Monaten bis zwei Jahren mit dem Rotavirus.

Erwachsene können sich über ihre Kinder mit Rotaviren anstecken. Auch Menschen über 60 Jahre sind gefährdet – so sind Rotavirus-Ausbrüche in Altenheimen keine Seltenheit.

In Deutschland besteht Meldepflicht für den Nachweis von Rotavirus-Infektionen. Im Jahr 2009 wurden über 62.207 Erkrankungen mit Rotaviren gemeldet. Die tatsächliche Erkrankungszahl wird allerdings wesentlich höher geschätzt. Über 90 Prozent aller Kinder bis zum vollendeten dritten Lebensjahr haben mit dem Rotavirus Kontakt.

Weiterlesen: Rotavirus-Infektion (Rotavirus-Gastroenteritis): Ursachen

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