Rotavirus-Infektion : Vorbeugen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (15. Februar 2016)

Allgemeine Maßnahmen

Einer Rotavirus-Infektion (Rotavirus-Gastroenteritis) kann man durch Hygienemaßnahmen nur schwer vorbeugen, da die Erreger sehr hygiene- und umweltresistent sind. Dennoch empfiehlt es sich, ein paar Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, wenn man in Kontakt mit erkrankten Personen kommt.

Idealerweise sollten Sie den Kontakt zu Rotavirus-Infizierten gänzlich meiden – wenn beispielsweise das eigene Kind erkrankt ist, ist dies aber natürlich nicht möglich. Wichtig sind gründliches Händewaschen nach dem Kontakt sowie die Desinfektion von Kontaktflächen wie Türgriffen, Toilette und Waschbecken. Ein infiziertes Kind darf Gemeinschaftseinrichtungen wie den Kindergarten so lange nicht besuchen, wie es ansteckend ist. Auch sollte es den Kontakt zu anderen Personen in dieser Zeit meiden (wie Großeltern, Freunde).

In Kliniken gelten besondere Vorsichtsregeln bei Rotavirus-Infektionen (z.B. das Tragen von Handschuhen, besondere Desinfektionsmaßnahmen). Allerdings zählen Rotavirus-Erkrankungen bei Säuglingen und Kleinkindern zu den häufigsten Darminfektionen, welche innerhalb des Krankenhauses übertragen werden (sog. nosokomiale Infektion).

Impfung gegen Rotaviren

Im Gegensatz zu Norovirus-Infektionen, die ebenfalls zu schweren Durchfallerkrankungen führen können, gibt es hierzulande eine Impfung gegen Rotaviren für Säuglinge. Es handelt sich um sogenannte Lebendimpfstoffe, die in zwei oder drei Dosen oral (über den Mund, als Schluckimpfung) verabreicht werden. Die Rotavirus-Impfung wird seit Juli 2013 von der Ständigen Impfkommission (STIKO) allgemein empfohlen.

Möglicherweise besteht innerhalb der ersten Woche nach der ersten Impfdosis ein geringfügig erhöhtes Risiko für eine sogenannte Darminvagination, bei der sich ein Teil des Darmes über einen anderen stülpt. Nach jetziger Kenntnis kommt es zu circa 1 bis 2 Fällen pro 100.000 Impflinge. Da dieses Risiko mit dem Alter der Kinder zunimmt, empfiehlt die STIKO, die Impfserie möglichst frühzeitig zu starten:

  • Die erste Impfdosis sollte ab dem Alter von 6 Wochen verabreicht werden,
  • die folgenden mit einem Mindestabstand von 4 Wochen.
  • Die letzte Dosis sollte je nach Impfstoff vorzugsweise bis zum Alter von 16 Wochen (bei zwei Impfungen) beziehungsweise bis zum Alter von 20-22 Wochen (bei drei Impfungen) erfolgen.
  • Die Impfserie muss vor Vollendung der 24. beziehungsweise 32. Lebenswoche abgeschlossen sein!

Die zweite beziehungsweise dritte Impfung kann zeitgleich mit den anderen Standardimpfungen im Säuglingsalter gegeben werden. Man geht davon aus, dass der Impfschutz für zwei bis drei Jahre anhält.


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