Rotavirus-Infektion : Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (15. Februar 2016)

Rotaviren sind eine der häufigsten Ursachen von Durchfallerkrankungen bei Säuglingen und Kleinkindern. Bei Rotaviren unterscheidet man zwischen sieben sogenannten Serogruppen (A-G). Vor allem Rotaviren der sogenannten Serogruppe A führen weltweit zu schweren Darminfektionen, die in Dritte-Welt-Ländern häufig tödlich verlaufen. Man schätzt, dass in Entwicklungsländern jährlich über 100 Millionen Kinder erkranken und 350.000 bis 600.000 Kinder unter 5 Jahren durch Rotavirus-Infektionen (Rotavirus-Gastroenteritis) sterben. Hierzulande infizieren sich am häufigsten Säuglinge und Kleinkinder im Alter von sechs Monaten bis zwei Jahren mit dem Rotavirus.

Erwachsene können sich über ihre Kinder mit Rotaviren anstecken. Auch Menschen über 60 Jahre sind gefährdet – Rotavirus-Ausbrüche in Altenheimen sind keine Seltenheit.

In Deutschland besteht Meldepflicht für den Nachweis von Rotavirus-Infektionen. Im Jahr 2014 wurden 32.399 Erkrankungen mit Rotaviren gemeldet. Die tatsächliche Erkrankungszahl wird allerdings wesentlich höher geschätzt. Über 90 Prozent aller Kinder bis zum vollendeten dritten Lebensjahr haben mit dem Rotavirus Kontakt.

Eine Frau füttert ein kleines Kind, dass im Hochstuhl sitzt. © Banana Stock Ltd.

Kinder stecken sich leicht mit dem Rotavirus an.


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