Rotatoren­manschetten­ruptur (Rotatoren­manschettenriss): Ursachen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (01. Juni 2016)

Einer Rotatorenmanschettenruptur (Rotatorenmanschettenriss) liegen als Ursachen meist langjähriger Verschleiß (Degeneration) und Belastungen der Sehnen zugrunde. Im Laufe des Lebens werden die Muskeln und Sehnen der Rotatorenmanschette stark beansprucht – die Degeneration der Sehnen setzt bereits ab dem 30. Lebensjahr ein. Es gibt eine Reihe von Faktoren, die diesen Verschleiß vorantreiben und begünstigen, wobei sich äußere und innere (anatomische) Ursachen unterscheiden lassen.

Für eine Rotatorenmanschettenruptur stellen äußere Ursachen wie bestimmte sportliche oder berufliche Tätigkeiten einen Risikofaktor dar, wenn bei ihnen die Arme ständig angehoben werden müssen. Beispiele für sogenannte Überkopfsportarten sind:

  • Handball,
  • Tennis,
  • Basketball,
  • Badminton,
  • Volleyball,
  • Golf,
  • Kunstturnen und
  • Kampfsport.

Auch unter den Berufsgruppen gelten vor allem solche, bei denen die Arme über Kopf gehalten werden müssen, als besonders anfällig für eine Rotatorenmanschettenruptur. Dazu zählen unter anderem:

  • Maler und Lackierer,
  • Stuckateure und
  • Zimmerleute.

Bei degenerierten Sehnen kann schon eine verhältnismäßig leichte Belastung oder ein leichtes Trauma zur Rotatorenmanschettenruptur führen. Daher kommen als Ursachen durchaus auch leichte, vielleicht gar nicht als schlimm wahrgenommene Verletzungen infrage.

Ein Riss der Rotatorenmanschette kann ebenso durch hohe Belastung wie Krafttraining oder schweres Heben entstehen. Auch ein Sturz auf den ausgestreckten Arm kann einen Riss der Rotatorenmanschette verursachen. Auch hier besteht aber meist eine Vorschädigung der Sehnen.

Zu den anatomischen Ursachen zählen krankhafte Veränderungen der Sehnen (sog. Enthesiopathie). Sie entstehen, da die Sehnen in ihrem Ansatz relativ schlecht durchblutet werden und somit schlecht "ernährt" werden. Dies macht sie anfälliger für Verletzungen und Risse.


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