Rotatoren­manschetten­ruptur (Rotatoren­manschettenriss): Symptome

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (01. Juni 2016)

Eine Rotatorenmanschettenruptur (Rotatorenmnaschettenriss) äußert sich durch verschiedene, teils typische Symptome. Je nach Ursache des Risses entstehen die Beschwerden plötzlich oder sie entwickeln sich über einen längeren Zeitraum. In aller Regel bestehen belastungs- und positionsabhängige Schmerzen – häufig treten sie auch nachts auf, wenn man auf der betroffenen Seite liegt.

Vor allem beim seitlichen Anheben des Arms (Abduktion) gegen Widerstand schmerzen die betroffene Schulter und der Oberarm. Hierbei tut es typischerweise besonders in einem Abspreizwinkel zwischen 60 und 120 Grad weh (sog. schmerzhafter Bogen oder engl. painful arc).

Kleine Risse der Rotatorenmanschette können beschwerdefrei bleiben oder über ein bis zwei Tage zunehmend Beschwerden machen. Bei älteren Menschen nehmen die Schmerzen mitunter über einen längeren Zeitraum fortwährend zu, sodass nicht gleich an eine Rotatorenmanschettenruptur gedacht wird.

Die Symptome führen dazu, dass manche Bewegungen nur mit weniger Kraft erfolgen können als im gesunden Zustand. Dies schränkt Betroffene zusätzlich ein, da bestimmte Tätigkeiten nicht mehr möglich sind.

In welchem Ausmaß eine Rotatorenmanschettenruptur diese Symptome verursacht, hängt von mehreren Punkten ab:

  • Bestand vor dem Riss bereits eine Sehnenentzündung?
  • Über welchen Zeitraum haben sich die Veränderungen entwickelt?
  • Ist die Manschette bzw. eine ihrer Sehnen teilweise oder gar vollständig gerissen?

Als weitere Symptome einer Rotatorenmanschettenruptur kommen infrage:

  • Schmerzen an der Außenseite des Oberarms, dort, wo der Deltamuskel ansetzt
  • Druckschmerzen im Bereich der Sehne des Obergrätenmuskels (Supraspinatussehne), ggf. findet sich eine tastbare Muskellücke an dieser Stelle
  • Der Arm der betroffenen Seite wirkt bei manchen Bewegungen wie gelähmt (sog. Pseudoparalyse)

Die Schmerzen beginnen vor dem Knochenvorsprung des Schulterblatts (Akromion) oder seitlich davon und strahlen in das Schulterblatt oder in die Muskeln und den Unterarm aus. Spreizt man den Arm gegen einen Widerstand ab oder dreht ihn nach innen, verstärken sich die Schmerzen. Der große Muskelansatzhöcker am Oberarmknochen (Tuberculum majus) reagiert schmerzhaft auf Druck. Letztlich schmerzt die Schulter auch im Ruhezustand.


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