Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Röteln

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (10. Januar 2014)

Röteln (auch Rubella genannt) sind eine meldepflichtige Viruserkrankung, die meist im Kindesalter auftritt. Als Röteln-Symptome können sich Fieber, ein fleckiger Hautausschlag und geschwollene Lymphknoten bilden.

Röteln sind sehr ansteckend. Die Übertragung des Erregers (des sog. Rötelnvirus oder Rubellavirus) geschieht durch Tröpfcheninfektion, zum Beispiel durch Husten oder Niesen. Röteln haben eine Inkubationszeit (d.h. die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Röteln) von etwa zwei bis drei Wochen.

Die typischen Symptome der Röteln zeigen sich dann aber nicht immer: Vor allem Röteln bei Kindern können ohne Beschwerden verlaufen und bleiben daher oft unbemerkt. Schwerwiegendere Symptome rufen Röteln eher bei Erwachsenen hervor: Mit zunehmendem Lebensalter steigt das Risiko, dass es bei einer Röteln-Infektion zu Problemen (z.B. Gelenkentzündungen, Gehirnentzündung, Herzmuskel- oder Herzbeutelentzündung) kommt.

Besonders schwerwiegend sind Röteln in der Schwangerschaft: Röteln können die Organe des Embryos schwer schädigen und sind somit eine medizinische Begründung für einen Schwangerschaftsabbruch. Am höchsten ist das Risiko für das Ungeborene im ersten Schwangerschaftsdrittel. Weil Schwangere sich nicht gegen Röteln impfen lassen können, ist es also gerade für Frauen mit Kinderwunsch wichtig, sich rechtzeitig um einen ausreichenden Impfschutz zu kümmern!

Empfohlen ist die Röteln-Impfung schon im Kindesalter – und zwar nicht nur für Mädchen, sondern auch für Jungen, um eine Ausbreitung der Erkrankung zu vermeiden. Die erste Schutzimpfung erhalten Kinder meist zwischen dem 11. und 14. Lebensmonat, die zweite ist spätestens bis Ende des zweiten Lebensjahrs fällig. Wer diesen Termin versäumt, sollte die Impfung bis zum vollendeten 18. Lebensjahr nachholen (Frauen im gebärfähigen Alter auch später).

Um Röteln sicher zu diagnostizieren, ist es nötig, entsprechende Antikörper im Blut oder das Rötelnvirus selbst (bzw. sein Erbmaterial) nachzuweisen: Der Hautausschlag alleine ist kein eindeutiges Zeichen für Röteln, da er zum Beispiel den Ringelröteln, Masern oder Scharlach zu sehr ähnelt.

Die Behandlung der Röteln besteht in ersten Linie darin, die Beschwerden zu lindern (z.B. durch fiebersenkende Mittel). Außerdem ist es ratsam, Bettruhe einzuhalten und die Betroffenen so lange zu isolieren, bis der für Röteln typische Ausschlag verschwunden ist.






Anzeige