Röteln: Ursachen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (23. Januar 2015)

Erreger

Die Röteln haben ihre Ursachen in einer Infektion mit einem bestimmten Erreger: dem Rötelnvirus oder Rubellavirus. Dieses Virus besitzt als Erbmaterial RNA und gehört zur Familie der Togaviren. Das Rötelnvirus ist weltweit verbreitet und kommt ausschließlich beim Menschen vor.

Wer einmal Röteln hatte, ist ein Leben lang immun gegen den Erreger.

Übertragung

Röteln sind sehr ansteckend. Ursachen für die Übertragung des Rötelnvirus sind in der Regel winzige virushaltige Tröpfchen, die zum Beispiel durch Husten oder Niesen in die Luft gelangen: Wer sie einatmet, kann sich anstecken (sog. Tröpfcheninfektion). Eine Ansteckung ist aber auch beim Küssen und durch Benutzen von gemeinsamem Geschirr oder Besteck möglich. Das ursächliche Virus ist jedoch außerhalb des Körpers nur für kurze Zeit überlebensfähig.

Nach der Röteln-Übertragung durch Tröpfcheninfektion dringt das Rötelnvirus in die Schleimhaut der oberen Atemwege ein und vermehrt sich vor allem im lymphatischen Gewebe. Menschen mit Röteln sind etwa eine Woche vor bis eine Woche nach Auftreten des typischen Hautausschlags (Exanthem) ansteckend.

Eine Röteln-Infektion kann ihre Ursachen aber auch in einem anderen Übertragungsweg haben: Wenn eine Frau in der Schwangerschaft Röteln bekommt, kann sich das Ungeborene über die Plazenta mit dem Rötelnvirus anstecken.

Inkubationszeit

Bei Röteln beträgt die Inkubationszeit (d.h. die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Röteln) etwa zwei bis drei Wochen.


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