Röteln: Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (23. Januar 2015)

Bei Röteln ist eine Diagnose allein anhand der äußerlich erkennbaren Symptome nicht möglich: Der typischerweise bei Röteln auftretende Ausschlag auf der Haut kann anderen Krankheitsbildern wie Ringelröteln, Masern oder Scharlach ähneln.

Um Röteln sicher zu diagnostizieren, ist daher der Erreger-Nachweis nötig. Das bedeutet: Der Arzt kann die Röteln erst dann eindeutig diagnostizieren, wenn das Immunsystem Antikörper gegen das Rötelnvirus gebildet hat: Diese Antikörper kann man dann im Blut nachweisen. Gegebenenfalls ist dort auch das Erbmaterial (die RNA) des ursächlichen Virus zu finden.

Ein solcher RNA-Nachweis bietet sich zur Röteln-Diagnose vor allem während einer Schwangerschaft an: Dann entnimmt der Arzt im Rahmen der Pränataldiagnostik zum Beispiel aus dem Fruchtwasser (Amnionflüssigkeit) eine Probe, um den Röteln-Erreger direkt nachweisen zu können. Ab der 22. Schwangerschaftswoche ist es zusätzlich möglich, das Blut des Fötus auf Antikörper zu untersuchen. Diese Untersuchungen können nur erfahrene Experten vornehmen.


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